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Siline – Nida (Kurische Nehrung), 220 km in die Wüste

Ich hatte Haus und Campingplatz die ganze Nacht für mich allein. Kein Mensch da.

Es dauerte dann aber doch, bis ich endlich loskam. Ich machte morgens noch eine kleine Besichtigungsrunde und … da kam der Campingplatzinhaber. Voller Stolz zeigte und erklärte er mir, was er hier geschaffen habe und wie schwer es dennoch sei, Gäste hierher zu locken. Es entspann sich ein langes Gespräch.

Als ich dann nach den wichtigsten Basics der litauischen Sprache fragte, Guten Tag, Auf Wiedersehen, Danke, Bitte folgte ein langer Monolog über die komplizierte litauische Sprache mit ihren mindestens 12 Fällen und ebenso vielen Wortendungen für jedes Wort. Und überhaupt. Wie schwierig es doch wäre die Sprache zu lernen. Na, ich wollte ja nicht gleich alles. Aber wenigstens einige höfliche Floskeln.

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Fromborg – Siline(Litauen), ca. 500 km

Es dauerte, bis ich endlich einschlafen konnte. Die beiden Nachbarbungalows waren randvoll mit ebenso randvollen Polen und die waren offenbar wild entschlossen, die Hütten auseinander zu nehmen.

Aber irgendwann hatte ich dann meine Ruhe. Und wieder ein strahlend schöner Morgen mit Sonne und blauem Himmel. Ich fuhr noch in den Ort, um die Burg auch bei Tageslicht fotografieren zu können. Die Sonne stand mir leider genau auf der Linse und von der anderen Seite gab es keinen guten „Fotoblick“. Einen Rundgang machte ich nicht. Ich bin nicht der Sightseeing- und Bummeltyp, wenn ich allein unterwegs bin.

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Łeba – Fromborg, ca. 320 km

Ich habe meine Tasse vergessen!!! 🙁 Meinen tollen 0,75-l-Kameradenbetrüger, den ich schon seit Nepal habe und der immer mit dabei war. Also Kaffee aus dem Plastenapf trinken. Geht auch. Nachts hatte es geregnet und ich befürchtete schon, dass das Wetter umschlagen würde. Nach dem gestrigen Sonnentag wäre das nur zu schade. Aber ich erwachte dann bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. So sollte es den ganzen Tag bleiben. Also rauf auf den Bock und los.

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Es geht los… Berlin – Łeba, 500 km

Kaum geschlafen vor Aufregung und dann auch noch eher als geplant aufgestanden. Aber das Wetter sah schon mal gut aus. Also nochmal alle Plünnen überprüft. Mal sehen was ich vergessen habe…. Und nach dem Frühstück dann alles ordentlich am Bike verstaut. Ist doch ’ne ganz schöne Fuhre! Thomas war dann auch pünktlich, um mich bei meiner Abfahrt zu fotografieren.

Wie ich es mir vorgenommen hatte, startete ich um halb neun den Motor meiner Eierfeile und in das neue Abenteuer. Nix wie raus aus der Stadt. Und es lief gut, richtig gut. Eh ich mich versah, stand ich schon in Hohenwutzen am Grenzübergang und führte noch letzte Telefonate zum Nulltarif. Über die Brücke nach Polen…. Ein neues Land und viele neue Eindrücke. Erst mal wechselten sich kleine, holprige Sträßchen mit gut ausgebauten Asphaltstraßen ab. Und hin und wieder auch mal Feldweg. Ich hatte mir ja ausdrücklich die „romantische“ Strecke ausgesucht und wollte so wenig wie möglich auf Hauptstraßen sein. Wolin und Stettin waren schneller erreicht, als ich erwartet hatte. Nun ging es entlang der Ostseeküste weiter. Kolobrzeg stellte sich als typischer Touristenort heraus und ich machte mich schnell davon. Auch in der Nähe von Koszalyn wurde ich von Unmengen an Verkaufsständen und Spielbuden förmlich erschlagen. Und jede Menge Leute schienen diese „Angebote“ wirklich begeistert anzunehmen.

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