Archiv für den Monat: September 2012

Handschützer von Acerbis – Was nicht passt……

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Kaelbchentreiber, aus dem Forum der Transalpfreunde Deutschland e.V. bat mich, ihm doch mal einige Infos und Photos zum Anbau der Acerbis Handschützer an meiner Transalp zukommen zu lassen.

Wird hiermit gern erledigt. Um es vorweg zu nehmen…. Es war ein absoluter Kraft- und Bastelakt. 🙄

Inzwischen hat mich TransalpBiker vom o.g. Forum darauf hingewiesen, das so radikale Methoden eigentlich gar nicht nötig sind. Allerdings sind an meiner Transe (durch den Vorbesitzer) die Heizgriffe von Saito verbaut die ca. 2,5 cm breiter als die Originalgriffe sind. Dadurch wird es für die Handschalen recht eng und ich musste somit nachhelfen.

Demnächst fliegen die Heizgriffe aber runter. Sie funktionieren sowieso nicht mehr.  Falls ich dann wieder welche draufmache (ich fahre auch im Winter wenn es die Strassen zulassen) dann werden es die Griffe von Oxford. Die sind in vier Stufen verstellbar und deutlich schmaler.

Die Original Transalp Handschützer bieten zwar einen ausgezeichneten Wetterschutz. Aber der mechanische Schutz bei einem Sturz ist doch sehr beschränkt. Vor allem Brems- und Kupplungshebel sind da hoch gefährdet abzubrechen. Ausserdem sahen die weißen „Mickey Mouse Ohren“ an meiner Transe auch sehr „gewöhnungsbedürftig“ aus.

Auch wenn die Teile „universell“ passen sollen, war erst mal eine Menge Arbeit und das ausarbeiten einiger Aussparungen an den Teilen nötig.

Das Anbauset bedurfte einiger Nacharbeit um hier der Sache Halt zu verleihen.

Anbauset Acerbis Handschalen Foto Quelle: www.Louis.de

Zuallererst musste ich die Metallkoni, die in das Lenkerrohr geschoben werden sollten, auf den richtigen Durchmesser herunterfeilen. Mein (ich nehme mal an Original PD10) Lenker ist im inneren leicht konisch. So passten die Teile nur auf den ersten zwei Zentimetern. Ich feilte die Teile aber nur soweit dünner wie es unbedingt erforderlich war. Dann verband ich die beiden Koni mit der zugehörigen Schraube. und trieb sie auf Press mit einem Gummihammer und Holzstück soweit in das Lenkerende, dass das äussere gerändelte Teil plan mit dem Lenkerende abschloß bzw. Rechts noch genug Platz blieb um dem Gasgriff ausreichend Spiel zu lassen.

Die Halteschellen musste ich erst sehr weit aufbiegen um sie über den Lenker zu bekommen und dann mit einer Wasserpumpenzange sehr fest zusammenbiegen damit die beiliegenden Schrauben in der Länge passten.

Links musste die Schelle leicht nach unten gedreht werden, damit die Handschale unterhalb der Kupplungsarmatur Platz findet.

Der Choke Hebel steht nun etwas „nackt“ da, da ja die Ummantelung durch den passenden Originalhandschutz fehlt. Er hat jetzt auch nicht mehr die durch Reibung erzeugte Positionstandhaftigkeit und muss nun mit dem Zeigefinger gehalten werden (dürfte im Winter recht nervig werden).

Rechts war es erforderlich zum einen den Kill/Anlasser- Schalter und die Bremsarmatur gegeneinander zu vertauschen, um Platz zu gewinnen. D.h. der Kill/Anlasser-Schalter rückt nach innen und die Bremsarmatur an den Gasgriff heran.

Zum anderen musste ich aus der Handschale eine Aussparung ausschneiden, um Platz für den Bremsflüssigkeitsausgleichbehälter und die Bremsleitung zu bekommen.

Und hier noch in Seitenansicht:

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Die untere Bohrung und Aufnahme für die Befestigungsschraube fällt dadurch weg da hierfür schlicht kein Platz mehr war.

Die ganze Halteschale muss nun mit Druck und Zug um den Ausgleichsbehälter gewunden werden.

Dabei ist es vor allem wichtig darauf zu achten, dass der Handbremshebel Spiel hat und nicht an der Handschale reibt. Das würde zum feststellen der Bremse führen.

Obwohl der Kunststoffsteg auf der rechten Seite gar nicht mehr so stark erscheint, hat der Handschutz schon einige Stürze aufgrund der hohen Schlagzähigkeit des Materials überstanden und meine Handbremsarmatur zuverlässig geschützt.

Insgesamt bin ich mit der Optik und vor allem der Stabilität der Handschalen sehr zufrieden.

Da der Anbau beim ersten mal nach der „Try and error“ Methode ablief, wird es beim nächsten mal sicher deutlich besser aussehen.

Und vor allem bei euch, da ich hoffe mit meinen Bildern und Hinweisen etwas helfen zu können.

Na dann.

Hobbys, Tipps, selbst gemacht :mrgreen:

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Kleine Nachlese….

Ich habe heute mal bei allen Tagesetappen die GPS Daten hinzugefügt. So kann man nun in der Karte den Verlauf der Tagestour sehen.

Kleine Statistik:

  • 14 Tage
  • 4950 km
  • 260 Liter Benzin
  • 21 mal tanken
  • das heißt, 5,3 l / 100 km Durchschnittsverbrauch
  • 2 (eigentlich 3) Stürze
  • 8 Grenzüberschreitungen, die sich aber kaum bemerkbar machen, da ich ja innerhalb der EU blieb und somit keine Kontrollen stattfanden
  • Schäden:
    • rechter Spiegel, Glas gesplittert (ein deutlicher Hinweis, dass Klappspiegel angebaut werden sollten, was auch schon in Arbeit ist)
    • kleine Schrammen an rechter Seitenverkleidung und Motorschutzbügel (der lässt sich aber leicht überlackieren)
    • an einem Koffer Haltenase des Befestigungsmechanismus abgebrochen (muss mal recherchieren ob es da Ersatz gibt edit: Krauser angeschrieben, warte auf Antwort)
    • Habe heute Antwort von Krauser erhalten. Sie schicken mir zwei Ersatzteile kostenlos zu. Das nenne ich doch mal guten Service :mrgreen:

Und hier mal ein kleines Video welches die Reise im „Zeitraffer“ zeigt. Leider stehen bei einigen Sequenzen die Bilder schief da sich das Objektiv der Action Cam verdreht hat (eigentlich eine tolle Funktion, nur leider stand die nicht in der Bedienungsanleitung daher fiel mir das erst zu spät auf):

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3-6iARoHZuA[/youtube]

Hier die GPS Tracks der Tour zum Download:

Als GPX Datei:
[download id=“1″]

 

Für Google Earth:
[download id=“2″]

Szcecinek – Berlin ca. 330 km Ein heißer Abgang :)

Hatte ich schon gesagt, dass ich mit dem Wetter echt Glück hatte?

Ja. Hatte ich. Aber man wird sich ja wohl noch freuen dürfen 😆

Also zum Abschluß noch eine nette Übernachtung im Hotel. An sich ganz nett, dass Hotel Residenz in Szcecinek. Das einzige was ziemlich gestört hat, war das die Besitzerin offenbar eine großes Fable für Esoterik hat. Und so lief abends beim Essen und vor allem Bierchen trinken sowie morgens beim Frühstück relativ laut, die gaaaanze Zeit so „Entspannungsmusik“. Nun mag ich sowas ja durchaus auch mal. Aber doch nicht diese hier und nicht jetzt. 👿

Wie auch immer. Ich trat dann nun die letzte Fahrt und Grenzüberquerung der Tour an. Bei geradezu unverschämt tollem Sonnenschein und blauem Himmel. Während ich mich vor einigen Tagen noch gegen die Kälte schützen musste, konnte ich heute kaum verhindern, dass mir in der Kombi viel zu warm wurde. Da half nur Gas geben :mrgreen: und „durchlüften“. Nur leider musste ich mich die letzten Kilometer vor der Grenze im Stau grillen lassen und den krönenden Abschluß gab mir dann Berlin. Die letzten 20 km durch den Stadtverkehr haben mich mal wieder arg daran zweifeln lassen ob es wirklich so eine gute Idee war zurückzukommen.

Und so sah der kleine Dreckspatz aus:

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Mikulajku – Szcecinek ca. 520 km Auf den Spuren der Vergangenheit

Von wegen, eine Stunde länger schlafen. Die Eltern im Nachbarbungalow warfen ihre Plagen gegen halb sieben aus dem Haus, da sie offenbar auch noch schlafen wollten. Die Kids hatten nichts besseres zu tun als lautstark zu zeigen, dass sie noch da sind und Langeweile haben. Als die beiden dann gegen acht zur Fütterung wieder eingefangen wurden, fing fünfzig Meter weiter eine Gruppe Jugendlicher an, ihre Autos zu putzen. Offenbar waren sie der Meinung, dass auch die Bassboxen dringend mal gereinigt werden müssen. Jedenfalls schallte die ganze Zeit ein dumpfes Oomph,oomph,oomph… Herüber. Das wäre mal was für „Wetten dass“. Den Titel nur an den Bass oomph,oomph.. Tönen zu erkennen.

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Vilnius – Mikulajki ca. 370 km Verdammt kalt im Osten…….

Nachdem ich in Vilnius gestern ordentlich geduscht wurde, begann der Tag wie üblich mit dunkel drohenden wollen, aber ohne Regen. Also auf zu neuen Ufern. Für heute hatte ich mir vorgenommen, in die Masuren zu kommen.

Von der Grenze trennten mich eigentlich nur noch 165 km. Eigentlich…. Irgendwann muss man ja auch mal tanken. Nachdem ich auf Reserve umgeschaltet hatte suchte ich im Navi die nächste Tanke an der Strecke. Zwölf Kilometer weiter. Bestens 🙂 Denkste.. Die gab es zwar, aber sie war geschlossen. Das Navi sagte mit, das die nächste Tankstelle auf meiner Route über fünfzig Kilometer Weg sei. Heikel. Vor allem da man auf der tollen Straße flott fahren konnte und so gern mal etwas mehr durch den Auspuff jagte. Die nächste Tanke in Luftlinie lag „nur“ 16 km weg. Also den scheinbar kurzen Umweg in Kauf genommen. Nur ist Luftlinie noch lange nicht das selbe wie Straße. Das Navi führte mich über tolle Nebenstraßen und auch wieder über unbefestigte Pisten. Am schönsten war aber eine einige Kilometer lange Strecke mit schmaler Asphalt Straße die sich in vielen tollen Kurven wand und Außerdem in wildem auf und ab, wie eine Achterbahn verlief. Mit hundert den Hügel hoch und an der Spitze das Kribbeln im Bauch wenn man abzuheben scheint und es dann wieder steil runter geht. Herrlich. Dafür Fahre ich gern einige Kilometer extra. Irgendwann hatte aber auch das ein Ende und die versprochene Tankstelle gab es tatsächlich. Ich füllte für meine letzten 75 Lita den Tank fast randvoll und war bereit für Polen. Nicht ganz. Es war den ganzen Tag schon sehr kalt und windig. Da ich zum ersten mal auf der Tour so richtig fror, zog ich mir erst mal noch etwas langärmliges unter und die dicken Handschuhe an.

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Daugavpils – Vilnius ca. 200 km Im Tiefflug nach Litauen

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Wie üblich, hatte es nachts geregnet. Morgens allerdings hörte auch diesmal der Regen auf. Nach einem durchaus gutem Frühstück machte ich mich startklar. Ich entschied mich erst mal gegen das Ganzkörperkondom, was aber durchaus eine zu optimistische Entscheidung war. Später musste ich dann wieder auf der „Autobahn“an eine Bus Haltestelle und mir den Gummi überziehen.

Das morgendliche anziehen der Klamotten ist mittlerweile auch schon zum Ritual geworden. Wichtig ist dabei, alles möglichst ruhig und gelassen anzuziehen. Das hat so eine gewisse Art von Entspannung und Kontemplation .

Als Tagesziel für heute hatte ich mir Vilnius vorgenommen. Noch vor neun kann ich los und da die Straße, trotz späteren Regengüssen, sehr gut war, konnte ich mal richtig drauf losfahren. Heute war mal nichts mit unbefestigten Pisten. Durchweg bestens asphaltierte Straße. Ich gebe zu, ich fuhr nicht so ganz nach Vorschrift…… Aber die anderen auch!! Hin und wieder dann eine Polizei Kontrolle. Aber wie von Anfang der Reise an wurde ich immer von entgegen kommenden Autos per Lichthupe gewarnt. Auch sonst interessierten sich die Polizisten nicht weiter für mich. Eher grüßten sie noch freundlich.

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Saka – Daugavpils ca. 590 km Was uns nicht umbringt…. und Abschied vom Meer

Wieder hatte es in der Nacht geregnet. Und wieder begrüßte mich die Sonne und ein wild romantisches Wolkenspiel am Himmel. Die Wolken schienen nur dicht über dem Wasser zu schweben. Von der Steiküste hier oben hatte man einen tollen Blick darauf. Aber heute hieß es Abschied nehmen von der Ostsee und ihrer wunderschönen Küste. Ich wollte heute zum Peipussee und darüber hinaus weiter fahren. Frühstück, packen, noch eine Weile mit den Deutschen und den Finnen plaudern. Dann ging es auch schon gegen viertel zehn los. Auf dem Weg zum See wollte ich mir noch Kloster Käesmu und Vasknarva ansehen. Bei Käesmu war ich aber durch eine üble Baustelle so in Anspruch genommen, dass mir erst einige Kilometer später auffiel, das ich dort hin wollte.

Also Vasknarva. Das Kloster war schon von weitem zu sehen. Nur leider hatten die Ordensdamen heute offenbar Schließtag. Alle Türen dicht. Ich suchte mir zumindest eine Stelle im Dorf, von der aus ich das Kloster einigermaßen gut fotografieren konnte. Das war ausgerechnet an der Bushaltestelle. Dort wartete eine alte Frau auf den Bus und war offenbar davon angetan, dass ich mich für das Kloster interessierte. Sie kam näher und fing an mir einiges auf Russisch zu erklären. Ich versuchte ihr klar zu machen, dass ich kaum Russisch kann. Nur leider benutzte ich, wie in den letzten Tagen, auch die Floskel: „Mnoga russki.“. Leider ist mir erst heute Abend aufgefallen, dass das „Viel Russisch“ heißt. Sch… Wie auch immer, Babuschka war wirklich herzallerliebst und versuchte mir alles mögliche zu erklären. Vor lauter Begeisterung sprach sie immer schneller. Was meine Chancen wenigstens etwas zu verstehen drastisch reduzierte. Irgendwie bekam ich aber zumindest ein gaaaanz kleines bisschen zusammen. Unter anderem, dass sie mir von einer heilkräftigen Quelle erzählte. Aber wo die nun sein sollte…. Nun bin ich weder christlich noch esoterisch veranlagt. Also suchte ich nach einer Möglichkeit rasch aus der Situation zu kommen ohne die Frau zu kränken. Sie hat es wirklich einfach nur ehrlich gut gemeint. Und ich fand es einfach zu schade, dass ich nicht mehr verstand. So ziemlich das erste mal, seit meiner Schulzeit, dass ich wirklich bedaure das meiste meines russichen Wortschatzes vergessen und verdrängt zu haben.

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