Archiv für den Monat: August 2012

Siline – Nida (Kurische Nehrung), 220 km in die Wüste

Ich hatte Haus und Campingplatz die ganze Nacht für mich allein. Kein Mensch da.

Es dauerte dann aber doch, bis ich endlich loskam. Ich machte morgens noch eine kleine Besichtigungsrunde und … da kam der Campingplatzinhaber. Voller Stolz zeigte und erklärte er mir, was er hier geschaffen habe und wie schwer es dennoch sei, Gäste hierher zu locken. Es entspann sich ein langes Gespräch.

Als ich dann nach den wichtigsten Basics der litauischen Sprache fragte, Guten Tag, Auf Wiedersehen, Danke, Bitte folgte ein langer Monolog über die komplizierte litauische Sprache mit ihren mindestens 12 Fällen und ebenso vielen Wortendungen für jedes Wort. Und überhaupt. Wie schwierig es doch wäre die Sprache zu lernen. Na, ich wollte ja nicht gleich alles. Aber wenigstens einige höfliche Floskeln.

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Fromborg – Siline(Litauen), ca. 500 km

Es dauerte, bis ich endlich einschlafen konnte. Die beiden Nachbarbungalows waren randvoll mit ebenso randvollen Polen und die waren offenbar wild entschlossen, die Hütten auseinander zu nehmen.

Aber irgendwann hatte ich dann meine Ruhe. Und wieder ein strahlend schöner Morgen mit Sonne und blauem Himmel. Ich fuhr noch in den Ort, um die Burg auch bei Tageslicht fotografieren zu können. Die Sonne stand mir leider genau auf der Linse und von der anderen Seite gab es keinen guten „Fotoblick“. Einen Rundgang machte ich nicht. Ich bin nicht der Sightseeing- und Bummeltyp, wenn ich allein unterwegs bin.

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Łeba – Fromborg, ca. 320 km

Ich habe meine Tasse vergessen!!! 🙁 Meinen tollen 0,75-l-Kameradenbetrüger, den ich schon seit Nepal habe und der immer mit dabei war. Also Kaffee aus dem Plastenapf trinken. Geht auch. Nachts hatte es geregnet und ich befürchtete schon, dass das Wetter umschlagen würde. Nach dem gestrigen Sonnentag wäre das nur zu schade. Aber ich erwachte dann bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. So sollte es den ganzen Tag bleiben. Also rauf auf den Bock und los.

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Es geht los… Berlin – Łeba, 500 km

Kaum geschlafen vor Aufregung und dann auch noch eher als geplant aufgestanden. Aber das Wetter sah schon mal gut aus. Also nochmal alle Plünnen überprüft. Mal sehen was ich vergessen habe…. Und nach dem Frühstück dann alles ordentlich am Bike verstaut. Ist doch ’ne ganz schöne Fuhre! Thomas war dann auch pünktlich, um mich bei meiner Abfahrt zu fotografieren.

Wie ich es mir vorgenommen hatte, startete ich um halb neun den Motor meiner Eierfeile und in das neue Abenteuer. Nix wie raus aus der Stadt. Und es lief gut, richtig gut. Eh ich mich versah, stand ich schon in Hohenwutzen am Grenzübergang und führte noch letzte Telefonate zum Nulltarif. Über die Brücke nach Polen…. Ein neues Land und viele neue Eindrücke. Erst mal wechselten sich kleine, holprige Sträßchen mit gut ausgebauten Asphaltstraßen ab. Und hin und wieder auch mal Feldweg. Ich hatte mir ja ausdrücklich die „romantische“ Strecke ausgesucht und wollte so wenig wie möglich auf Hauptstraßen sein. Wolin und Stettin waren schneller erreicht, als ich erwartet hatte. Nun ging es entlang der Ostseeküste weiter. Kolobrzeg stellte sich als typischer Touristenort heraus und ich machte mich schnell davon. Auch in der Nähe von Koszalyn wurde ich von Unmengen an Verkaufsständen und Spielbuden förmlich erschlagen. Und jede Menge Leute schienen diese „Angebote“ wirklich begeistert anzunehmen.

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Planung Baltikumtour 2012 (aktualisierter „Endstand“)

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Im Moment bin ich wild am planen für meine Baltikum Tour welche ich ab dem 28.08. bis Mitte September angehen werde.

Hier könnt ihr euch schon mal den gegenwärtigen Stand der Routenplanung ansehen. Zur Zeit stehen etwa 4600 km auf der Agenda.

Update 26.08.:

Die Route steht nun fest und ist fertig ausgearbeitet. Hier nun der gesamte Streckenverlauf. Zuerst geht es Richtung polnische Ostseeküste und dann entlang dieser immer weiter nach Osten. Bevor ich mich dann nach Norden in die Baltischen Länder wende und auch dort zunächst immer dem Küstenverlauf der Ostsee folge.

Baltikum

Platz unter der Gepäckbrücke für Kleinkram nutzen

Ebenso preiswert wie gut:

Heute bei REWE (gibt es mit Sicherheit auch woanders) eine 16 x 16 x 6 cm Frischaltedose von emsa , mit Lockverschluß geholt. Kostet dort 3,99 €.
Die Box klemmt von sich aus schon sehr gut unter der Gepäckbrücke wenn man sie nach oben drückt. Für starke Stöße reicht das natürlich nicht. Daher noch aus Lochstreifenblech einen Haltehaken gebogen und angebaut. Weiterlesen

Wasserkanister die 2.. Nun aber richtig.

Andreas_Bln, aus dem Transalp Freunde Forum, hat mich darauf hingewiesen, dass es bei der Montage der Kanister am Motorschutzbügel zu Problemen mit der Halterung des Schutzbügels kommen kann und mir eine sehr gute Alternative vorgeschlagen.

Nämlich, die Anbringung der Kanister an der Haltestrebe der Kofferhalterung und auf die Soziusfußrasten gestützt.
Da ich ja weder stur (ausser das ich doch die Kanister mitnehmen will, habe sie ja nun mal schon) noch beratungsresistent bin, habe ich das ganze jetzt mal nach deinem Vorschlag abgeändert.

Sicher wäre es ausreichend einfach den Kanister mit Riemen festzuschnallen. Aber…
Die Halterungen zum einklemmen der Kansiter hatte ich ja schon. Inzwischen habe ich sie ja vom Schutzbügel entfernt. Dann habe sie lediglich etwas gekürzt und mit Halteblech, welches auch als Abstandshalter zum Bügel hinter der Fußraste dient (sonst steht das ganze zu schief) versehen.
Nun noch an o.g. Bügel angeschraubt. Und. Fertsch.
Kanister stehen aufrecht und bombenfest und im Gegensatz zur Anbringung vorne auch sauber. Und sie stören absolut nicht beim fahren.

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SPOT- mehr Sicherheit auf Tour

SPOT

SPOT ein Satellitengestütztes Ortungs- und Notrufsystem. Schon lange habe ich mich mit dem Gedanken getragen, wie ich einen Notruf tätigen kann, wenn ich in abgelegenen Gegenden ohne Handyempfang unterwegs bin. Manchmal muss man dazu auch gar nicht so weit weg. Schon oft stand ich, mitten in Deutschland, buchstäblich im Wald, wenn ich mein Handy benutzen wollte. Und auf so mancher Tour, vor allem meinen Solotouren, hatte ich ein ungutes Gefühl, da es schlicht nicht möglich war Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Einerseits Segen (endlich Ruhe!!!) andererseits Fluch (was tun, wenn’s brennt??).

Bisher verfügbare Lösungen scheiterten vor allem an Gewicht der Geräte und den Kosten. Ein normales Satellitentelefon war da viel zu teuer und immer auf eine Lademöglichkeit angewiesen.

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