Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 8

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Sibiu hatte noch eine sehr schöne Überraschung bereit. Auf dem großen Ring, dem Marktplatz, gab es ab 21:00 Uhr ein tolles Open Air Klassik Konzert mit dem Rumänischen Staatlichen Sinfonie Orchester. Herrlich. Und das in dieser schönen Kulisse und mit tausenden Menschen. Zahlende Gäste, die sich auf den Stühlen im abgesperrten bereich vor der Tribüne räkelten. Und den Gästen der Cafes und Kneipen am Platz, die noch eine Platz ergattern konnten, sowie sehr vieler stehender Zuschauer. Interessanterweise war die Akkustik an vielen seitlichen Bereichen des Marktplatzes wesentlich besser als direkt vor der Tribüne. So machte auch ich es mir im Fläzsessel eines Cafes bequem und genoss noch ein (zwei???) Bier. Auf dem quietschenden Feldbet schlief es sich erstaunlich gut 🙂 Auch heute gab es nicht wirklich Frühstück. Ein paar Kekse und etwas Trinkjoghurt. Später an der Tankedann noch zwei Muffins. Muss eben auch mal reichen. Für heute standen große Dinge auf dem Programm. Die Transfogarascher Hochstraße und ev. Noch die Transalpina.Schon als ich auf die Straße zur Transfogarasch einbog, traf ich plötzlich auf immer mehr und mehr Biker. Natürlich nicht im mindesten mit dem Massenandrang auf die Großglockner Hochalpenstraße oder die tollen Dolomitenpässe zu vergleichen. Aber wenn man über eine Woche kaum Motorräder gesehen hat, dann fällt es einem schon enorm auf. Natürlich war ich schon aufgeregt. Und das zu Recht. Die Route übertraf meine Erwartungen um einiges. Über 60 km an Kurven und Serpentinen. Da kann kein Transalppass mithalten. Auch die heißgeliebten Spitzkehren gab es reichlich. Wenn auch ev. Etwas weniger als auf den besten Transalppassstraßen. Ich habe nicht gezählt. Dazu hatte ich viel zu viel zu tun. Mit Kurven fahren und vor allem mit dem überholen und ausweichen von PKW. Heute konnte ich eine mir relativ neue und extrem gefährliche sowie nervige Art des rumänischen Fahrstils kennenlernen. Wie die Nummernschilder verrieten, waren mindestens 70 % der Autos aus Budapest und der rest von sonstwo. Nur wenige Einheimische verirrten sich auf diese Straße und die fuhren komplett anders. Nun. Wie fährt hier der Flachlandrumäne? Zuallererst mal langsam. Gaaaanz langsam! Zu langsam! Mit einem 30er – 40ger ¨Speed¨ . Verhielten sie sich völlig entgegengesetzt zu allem was ich bisher erlebt habe. Aber das schlimmste. Sie fuhren alle so als ob sie einen gigantischen Truck mit mindestens 8m Breite hätten und dieser kaum Kurven fahren könnte. Irgendwie machten diese unglücklichen Gestalten den Eindruck sie hätten Angst vom Berg zu fallen.Es war zum fürchten und zum Haare raufen. Letzteres ging leider nicht, da ich ja den Helm aufhatte.Ich kann kaum zählen wie oft mir im Laufe des heutigen Tages Autos auf meiner Spur entgegen kamen prix pfizer viagra. Aber dank guter Reaktionen und Bremsen ging alles gut. Mit der Zeit wusste ich ja schon worauf ich achten musste. Eben auch auf die allerlei Tiere, welche immer wieder überraschend hinter einer Kurve auftauchten und mitten auf der Fahrbahn liefen. Von Katzen über Hunden bis rauf zu Pferden und Kühen. Mit letzteren möchte ich genau so ungern zusammenstoßen wie mit einem Auto. Dennoch machte es einen Heidenspaß. Und es ging immer in flotten Schwüngen erst auf ca. 2100m rauf und dann wieder auf etwa 400 runter. Auch die Transalpina wollte ich noch befahren. Hatte mir aber überlegt, dass ich auf ca. Halber Strecke an einem Stausee zelte. Allerdings hatte mich auch hier das Kurvenfieber gepackt. Und als ich an dem See vorbei kam, standen da allerlei improvisierte Zelte im Wald zu denen die zwielichtigen Gestalten gehörten, welche am Straßenrand Beeren und Pilze feil boten. Irgendwie hatte ich da kein gutes Gefühl. Und wenn das schon der fall ist. Dann sollte man auch darauf hören. Ich beschloß bis nach Sebes (ehemals Mühlberg) zu fahren. Das so ziemlich einzige Hotel am Ort war ausgebucht und die Stadt kam mir auch alles andere als einladend vor. Wenige Kilometer vor dem Ort hatte ich ein Schild zu einem Campingplatz mit Zimmervermietung gesehen. Ich drehte also um und machte mich auf den Weg dorthin. Ich landete auf einem winzigen aber sehr gemütlichen Privatcampingplatz und bekam ein kleines und ordentliches Zimmer für gerade mal 9 €. Da es leider in der Nähe kein restaurant gab, machte mir die Hausherrin ein uriges und zünftiges Abendessen mit Tomaten und Paprika aus eigener Ernte sowie Käse, Salami und Brot aus der Region. Na das war doch mal was. Hier bin ich wirklich mal im Hinterland. Handynetz nur spärlich und zum ersten Male kein WLAN verfügbar. Von heute hätte es eh nur Videos gegeben. Ich muss mal sehen, wann ich die hochladen kann.So wie es aussieht, bin ich morgen den letzten Tag in Rumänien. Ja. Ich wieß. Das ging schnell. Aber ich habe da nunmal so eine absolute Macke. Setz mich auf ein Motorrad. Und ich fahre, fahre, fahre…. Mit meiner geliebten „Dicken Transe“ ist das nun noch viel schlimmer geworden. Es macht einfach mal zu viel Spaß. — Diese Nachricht wurde von meinem Android-Mobiltelefon mit K-@ Mail gesendet.

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