Reise zu dem Polen Tag 6

Der Morgen bescherte mir pralle Sonne und einen Platten Vorderreifen.
Auch wenn mich die Sonne arg ins schwitzen brachte, War ich über sie doch froh.

Über den Platten aber überhaupt nicht.

Nach dem Frühstück pumpte ich das vor zwei Tagen gekaufte Pannen Spray in den Reifen und war heilfroh das die Luft erst mal hielt.
Nun wollte ich aber doch einen neuen Schlauch. Bei einer nahe gelegenen Kfz Werkstatt konnte man mir auch sagen wo die nächste Motorrad Werkstatt ist. Zum Glück nicht mal einen km weiter. Da wurde ich freundlich in Empfang genommen und für gerade mal 80 Zloty bekam ich einen neuen Schlauch nebst gründlicher Untersuchung des Mantels und auswuchten des Rades. Top!

Nun konnte ich mein Zelt abbauen und mich auf den Weg machen.

Und ,um es vorweg zu nehmen. Der Tag bot mir vor allem zwei Dinge:

Kurven, Kurven, Kurven….
Landschaft, Landschaft, Landschaft……

Zunächst ging es nach Novy Sac. Auf dem ersten 15 km gab es richtige Serpentinen und Spitzkehren. Nur konnte ich mich da kaum austoben da überall jede Menge „Bikertod“ lag. Rollsplitt! Und das vor allem in den Kurven. Sehr heikel.

Hinter Novy Targ schickte mich Uschi dann über eine Nebenstraße. Erst hatte ich schon etwas Bammel. Die Erfahrung mit Abstechern halt. Aber das hier war eine tolle Strecke. Immer wieder ganz enge Asphalt Sträßchen mit gefühlt tausend Kurven und kehren. Ein Genuss. So richtig toll wurde es dann als ich eine Bergstraße die gerade kaum mehr als einspurig War in unendlich vielen 180 Bis 270 Grad Kurven und Windungen hoch fuhr. Da lachte das Biker Herz.

Und ebenso schnell rutschte es in die Hose als hinter einer solchen Kurve plötzlich eine Schafherde die Straße blockierte. Gute Reaktion und gute bremsen. Uffz.
Zu alledem kam hin und wieder mal ein Traktor aus einem Seitenweg ohne sich um den restlichen Verkehr zu kümmern. Richtig. Die anderen bremsen ja schon.
Und doch oder gerade deswegen machte es richtig Spaß.

Novy Sac könnte mich nicht so recht beeindrucken. So fuhr ich gleich weiter.
Gestern Abend hatte ich mir eine Route über die Dörfer auf Nebenstraßen zurecht gebaut. Die sollte sich als absoluter Glücksgriff entpuppen. Immer wieder ging es auf engen aber landschaftlich und fahrerisch wunderschönen Straßen dahin. Und immer wieder Kurven über Kurven. In einem Ort ging es über mindestens sechs oder sieben S Kurven von oben nach unten. Das war wie Riesenslalom. Immer wieder kleine idyllische Dörfer. Und vor allem kaum Verkehr.
Die Idylle nahm dann nur leider ein jähes Ende aus ich bei Skawina auf die Hauptroute nach Katowice kam. Ab hier War ich wieder auf Bundesstraße und so ging es auch mehr oder weniger gut voran. Die restlichen Kilometer nach Katowice waren dann auch mehr Frust als Lust. Und auch heute kam ich kurz vor dem Ziel in einen kleinen Schauer. Und wieder war alles vorbei bevor ich ankam. Diesmal fuhr ich aber erst mal zu einer Drogerie und kaufte mir Autan. Die Mücken warteten ja schon auf mich. Am Platz War ich ja noch bekannt und ich konnte mir auch wieder die Parzelle von gestern aussuchen. Zelt aufbauen, duschen. Essen gehen.

Nicht so einfach.
Die beiden Ristorante am Platz hatten alle geschlossene Gesellschaft. Zum Glück hab es einige hundert Meter weiter ( Brutalst weit laufen! ) noch eine kleine Gaststätte im Park wo ich, wieder einmal, Pizza bekam.
Und auf dem Rückweg zum Platz konnte ich noch einen schönen Sonnenuntergang über dem See genießen.

Der Rest ist auch schon Routine.
Bericht schreiben,
Bierchen trinken,
Mücken erschlagen.

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