Reise zu dem Polen Tag 4

Also wenn nicht mal mehr Ohropax hilft, dann bekommt die Formulierung “ verkehrsgünstig gelegen“ eine sehr praktische Bedeutung .
Ich hatte nicht nur schlecht, sondern fast gar nicht geschlafen.

Wenigstens gab es heute morgen frische Brötchen und einen Pfannkuchen zum Frühstück.

Gestern hatte ich noch mit Günter telefoniert. Leider gab es sehr schlechte Neuigkeiten. Sein Onkel liegt im Sterben und er weiß noch nicht wann er aus Bayern weg kann. Familie geht vor. Das sagte ich ihm und auch das ich mir schon was für die Zeit hier ausgedacht habe.

Nur mein Gepäckträger. Da sollte er mir doch helfen. Und natürlich kannte er die richtigen Leute. Eine Werkstatt für Geländewagen in Katowice. Und da sollte ich mich an Biga wenden. Der würde auch Deutsch sprechen.

Ein Unglück kommt aber selten allein. Und so Stelle ich erst mal fest, da ich vergessen hatte bei meinem schönen neuen Handy mit dem schönen neuen Vertrag und SIM Karte, die Pin zu ändern. Und zack, schon War die Karte gesperrt. Nur gut, das ich noch das alte mit hatte. Aus Erfahrung zumindest etwas vorsichtiger geworden. Siehe Tour Brandenburg 2007.

Egal. Die Sonne lacht. Also ab nach Katowice.
Die Werkstatt war schnell gefunden (Dank navi). Und Biga und dieJungs begrüßten mich sehr nett. Günter hatte mich schon angekündigt. Ich war bei den absoluten Experten für Offroad Fahrzeuge gelandet. Biga sah sich die Bescherung an und dann wurde erst mal alles abgebaut. Meinen Vorschlag mit dem Bügel zur Verstärkung fand er gut. Größtes Problem War allerdings das dünne Metall des Trägers und die dafür sehr dicke Beschichtung mit Plastik. Das musste erst mal mühsam an allen zu schweißenden stellen entfernt werden. Dann wurde noch der Bügel gebogen und angepasst. Nun noch alles zusammen geschweißt. Auch auf der rechten Seite war der Träger an der selben Stelle schon angebrochen. Biga sagte es wäre vor allem eine ungünstige Konstruktion. Wenn dann noch etwas Last dazu kommt bricht das früher oder später zwangsläufig. Also wurdeauch dort nochetwas nachgebessert . Dann wurde alles noch lackiert und wir konnten das Meisterwerk anbauen.

Ich war begeistert. Super stabil! Das hält auf jeden Fall. Biga war eher weniger begeistert. Stabil ist es. Aber die Schweißnähte gefielen ihm gar nicht. Perfektionisten sind sie ja dort.

Ich unterhielt mich dann mit Hilfe von Biga noch ausgiebig mit den Jungs. Die haben alle reichlich Rallye Erfahrung. Paris-Dakar, Silk Road , Dresden Breslau und vieles mehr. Entweder selbst gefahren oder als Techniker dabei gewesen. Schon toll.

Dann bekam ich noch eine Führung durch die Werkstätten. Da standen echt tolle Autos die gerade komplett umgebaut oder überholt wurden. Ein Iveco Bus der zum super wüsten mobil umgebaut wird. Als Wohnwagen mit extremer Geländegängigkeit.
Ein Land Rover der komplett neu aufgebaut wird.
Biga nahm mich mit hinunter in die Grube um mir zu zeigen was da unten alles toll und neu gemacht wurde. Sie sind und können stolz sein auf die Arbeit die sie da machen.
Jan. Das wäre echt was für dich!
Dann bekam ich noch die Motorräder zu sehen. Eine komplett umgebaute Ducati Monster. Wow. Was für ein Sound! Und noch einige Cross Maschinen. Vor allem die KTM ließ mir das Wasser auf der Zunge zusammen laufen. Ganz, ganz böses Spaß mobil für extremes Gelände. Dann kam noch der fachliche Smalltalk in dem ich noch einige nützliche Tips auf dem Weg bekam.
Gute vier Stunden Arbeit und eine Stunde sehr nette Gespräche, für 200 Zloty = ca. 50 Euro. Das war es alle mal Wert.

So nun aber ab auf den Zeltplatz.
Camping Nr. 215. Günter und der ADAC Camping Führer hatten schon gesagt das er direkt an einer Autobahn liegt. Von wegen Schallschutzwand. ?… Die nützt gar nichts. Noch eine Nacht mit Ohropax 🙁 Der Platz an sich ist wirklich Top. Nur der Lärm!
Und zu allem Überfluss gab es auch kein Wasser. Havarie.
Ich hatte inzwischen einen Mords Hunger und wahnsinns Durst. Nur leider hatten die beiden Restaurants vor der Tür auch kein Wasser und verwiesen mich der Tür.
Da blieb mir nur übrig mich auf die Maschine zu steigen und das navi nach einem Fresstempel zu befragen. Und so landete ich in einer gemütlichen Pizzeria. Auf die Frage der Kellnerin ob es wirklich die große Pizza Diavolo sein soll, hätte ich besser reagieren sollen. Sie war dann so groß wie ein Wagenrad und nicht mal ich hatte eine Chance sie zu schaffen. Aber dafür war sie extrem lecker.
Auf dem Rückweg deckte ich mich noch mit Bier und Wasser ein.

Inzwischen gingen auch die duschen auf dem Platz wieder und ich kann zu meiner Erfrischung und konnte etwas Wäsche waschen.
Zu dem Lärm der Autobahn gesellte sich nun auch noch der von kleinen Motorsportflugzeugen von direkt nebenan gelegenen Sportflugplatz,. Dazu dann noch tausende Kampf Flieger die es alle auf mein Blut abgesehen haben. Mücken ohne ende. Ich Versuche Alles. Reibe mich sogar mit Benzin ein. Nichts hilft. Also bleibt nur die Flucht ins Zelt.
Da genieße ich nun das leckere bittet aus Zywiec und habe gerade beschlossen morgen nach Zywiec zu fahren.
Dann noch Zakopane?
Schaun mer mal….

Heute mal nur 115 km

Ach ja. Habe ich schon erwähnt, dass ich nun hinten eine Stoßstange habe?
Netter Nebeneffekt.

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