Riga, die heimliche Hauptstadt des Baltikums

Dolce vita e far niente…. Mal ein richtig schöner Tag zum ausspannen. Ich bin mal so richtig nett durch die Altstadt gebummelt und habe den Touri raushängen lassen. 🙂 Das geht wirklich gut hier, da Riga eine sehr sehenswerte Altstadt und zudem viele Cafés und Restaurants hat. Zum Entspannen einen Latte Macchiato mit einer traumhaft leckeren Trüffeltorte. Im „No Problem“ auf dem Marktplatz.

Ein gutes Bier in der nächsten Bar (natürlich nicht vor vier!). Dann noch nett essen und ich traf mich wieder mit Michael im Rockability. Der Biker-Bar ohne Biker. Na, immerhin waren wir hier. Und irgendwie scheint es sich rumgesprochen zu haben, dass wir mit dem Motorrad hier sind. Schon gestern wurden wir immer wider angesprochen und so auch heute. Der lokale Harley-Fahrer schaute auch mal kurz vorbei und begrüßte uns mit Handschlag. Das gute ist hier, dass man sehr gut mit den Einheimischen, vor allem jungen Leuten, ins Gespräch kommt. Dabei erfährt man eine ganze Menge über die Art und Weise ihres Denkens und der Lebensweise. Da kommen dann auch mal recht wilde Ansichten auf. So heute z.B.. Da sagte ein ca. endzwanziger Mann, dass Hitler sicher die bessere Wahl für die Letten und das Baltikum gewesen wäre. Stalin hat hier so viel Schaden angerichtet und durch den Einfluss der Russen würden ganze Regionen (er kommt aus der Provinz Lettgallen, die direkt an der russischen Grenze liegt und wo der russische Einfluss auch heute noch groß ist) immer mehr stagnieren. Wohingegen Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland ja im Aufschwung wären. Aber was haben ihnen die Russen gebracht? Wodka trinken…. Ich zitiere hier mal nur. Erst mal ohne Wertung. Aber man muss wissen, das die Besetzung durch die Nazis „nur“ vier Jahre dauerte. Die durch die Russen fast vierzig. Und auch, wenn die Auseinandersetzungen vor der Unabhängigkeit von den Russen nicht ganz so blutig wie in Estland und Litauen waren, so war es doch ein harter Kampf.

All das kann doch recht nachdenklich stimmen. Bei all dem schönen, was man hier sieht und erlebt.

Wie auch immer. Die Region ist im Wandel. Und zumindest in Riga scheint es auch einen regen Aufschwung zu geben. Eine derartige Konzentration an Nobelkarossen habe ich bisher kaum gesehen. Ob BMW, Chevrolet, Range Rover, Porsche oder Maybach. Von allen hochdotierten Marken waren hier reichlich der höchstdotierten Modelle zu betrachten. Da steckt offenbar doch eine Menge Geld in der Stadt.

Wie auch immer. Trotz allem freue ich mich schon darauf, morgen wieder unterwegs zu sein.

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