Transalp 2018 Tag 11 Caldonazzo – Dimari

Die Nacht war erstaunlich ruhig. Ab ca. 22:== Uhr war im Ort nix mehr los und auch der Straßenlärm starb komplett ab, bis ungefähr um sieben in der Frühe.
Das Frühstück war, für italienische Verhältnisse, durchaus großzügig.
Und schon ging es wieder auf die Piste.
Heute ging es an und über den Gardasee.
Aber erst mal noch einige Höhenmeter und vor allem Kurven!
Nur leider war die Abdahrt vom Passo Bordala (1255 m) wegen Bauarbeiten gesperrt…. Hmmm.. Hatte ich doch gerade erst. Nur leider gab es hier keine Alternative. Also wieder runter ins Tal und eine andere Straße gewählt. Und dann war ich mittendrin.. Auf der Straße am Ostufer des Gardasees. Mit tausenden anderen Autos etc.. Eine endlose Schlabge, die sich verzweifelt versuchte an den Radfahrern vorbeizudrängen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich endlich die Fähre bei Torri. Zumindest hier hatte ich Glück denn ich konnte fast sofort auf die Fähre und es ging auch gleich los nach Toscolano – Maderno auf der Westseite des Sees. Leider war es heute sehr diesig und wolkig, so das ich keine richtig schönen Bilder machen konnte.
Dann wendete sich nun endgültig das Blatt und auch die Hauptrichtung meiner Tour. Gen Norden..
Erst mal wieder am Seeufer entlang, wobei hier auf der Westseite doch etwas weniger los war. Dann endlich wieder hoch in die Berge und auf einigen schönen und kurvigen Strecken bis Dimaro. Zuvor kam ich aber am Stausee Lago Valestino und am Idrio See vorbei, der mindestens so schön wie der Gardasee ist, aber deutlich weniger überlaufen. Die ganze Zeit über hatte ich immer wieder leicht feuchten Strassenbelag, so als ob es kurz zuvor geregnet hat. Ich fuhr dem Regen immer hinterher. Aber ca. 15 km vor Dimaro hatte ich ihn doch noch eingeholt. Nasser schmieriger Asphalt. Nicht ungbedingt perfekt um um die Kurven zu wedeln. Also das Tempo deutlich reduziert und gut aufgepasst. Hat sich ausgezahlt. Bin gut im Hotel in Dimaro angekommen. Nach immerhin schlappen 272 km.

Uschi (mein Navi) ist ja immer wieder für Überraschungen gut.
Ich habe ihr gesagt, dass ich kurvige Strecken bevorzuge. Das nennt sich „Adventurous Routing“. Wie abenteuerlich das teils ist, habe ich schon mehrfach auf der Tour festgestellt.
Immer wider leitet mich Uschi von der Hauptstraße herunter und mitten durch Bergdörfer auf schmalsten und gewundenen Gassen. Anfangs fand ich das noch merkwürdig. Mittlerweile finde ich es spannend und lasse mich gern überraschen. Huete gab es da einige echte Schmankerl zu genießen. In einem Ort oberhalb des Gardasees wurde ich erst eine sehr steile und engste Gasse, die eigentlich für die Weinbauern gedacht war, mitten durch die Weinberge. Erst einmal steil nach unten. Und einige Straßen später wieder steil nach oben. Aber ich hatte wirklich tolle Aussicht und es war echt schön. Nur die Einheimischen waren erstaunt über den ungewöhnlichen Gast. Und relativ kurz vor Dimaro wurde ich auch auf eine sehr enge und steile Straße gelotst, die sich in engsten Kehren am Hang hinauf wand, nur um dann doch auf die Hauptsraße zu treffen.
solche Abentuer finde ich toll!

Track 18092018