Transalp 2018 Tag 10 Bozen – Caldonazzo

Ob ich meine Maschine denn auch aufheben könne?
Hatte mich der BMW Fuzzi vor einigen Tagen gefragt…
JA, kann ich!!!
Habe es heute probiert…
Aber erst mal der Reihe nach.
Das Frühstück im Hotel war durchaus sehr gut und ich konnte somit, gut gestärkt; meine Transe aus der edlen Tiefgarage holen.
Als erstes stand der Passo Manghen (2047 m ) auf dem Plan. Da hinauf führt eine schmale und kurvenreiche Straße. Wolfram hatte schon davon geschwärmt. Ich hatte heute mal wieder Pech. Die gesamte Strecke bergauf war fast durchweg mit Kuh Kacke gepflastert. Am Wochenende war ja wieder überall Almabtrieb gewesen und ich war bei Sauris di Sopra schon mitten in eine solche Herde geraten. Hier nun die ebenso kläglichen wie rutschigen Überreste.
Also.. Vorsicht! Nix ist mit lkässig in die Kurven legen. Die Passhöhe war aber wirklich schön. Eine sehr urig aussehende Hütte neben einem idyllischen Bergsee. Da ich aber für heute noch reichlich Kilometer zu fressn hatte, machte ich nur eine kurze Photo Pause.
Nur kurz nachdem ich mich auf den Weg nach unten begeben hatte, kam mir ein Strassenreinigungs Fahrzeug entgegen. Nach dem Motto „Das Glas ist halb voll“ freute ich mich nun auf eine saubere Abfahrt. Und wurde nicht enttäuscht. Die Südseite des Passo Manghen ist inzwischen perfekt asphaltiert und machte so richtig Spaß,
Dann ging es weiter zum Passo del Brocon (1616 m). Auch wieder eine sehr schöne und enge Straße. Im oberen Teil allerdings immer wieder Splitt auf der Straße so das mir mein Hinterrad einmal ein „Ich bin dann mal weg“ meldete. Das liess sich aber gut korrigieren und ich erreichte die Passhöhe. Nur wenige Meter später stand dann aber eine Straßensperre und ein richtig böses „Durchfahrt verboten!“ Schild. Zwar gab es weiter unten schon Hinweise, dass die Straße gesperrt sei aber bisher hat das nie jemand so richtig ernst gemeint. Also erst mal zurück zur Jausenstation und mit einigen deutschen Bikern gequatscht. Die waren erst mal nur bis zum Tresen gekommen und hatten die Sperre noch nicht gesehen.
Ich zog nocheinmal meine Karte zu Rate und sah, dass dort eine einfache Straße ins Tal eingezeichnet war. Ich folgte also erst mal der asphaltierten Straße um kurz danach festzustellen, dass diese nur bis zu einem Gehöft ging.
Zurück zur Alm… Nochmal Kriegsrat mit den anderen. Durchweg allemit BMW, davon eine reine Strassenmaschine, Ich sah mir den vom Pass nach unten gehenden Schotterweg an und entschloss mich diesen zu versuchen.
Auf den ersten 2 km war das auch echt spaßig. Gut ausgebauter Schotterweg der sich sehr gut fahern lies. Aber dann… Schon weiter oben war mir wieder eingefallen, dass dies die alte Südauffahrt sein musste welche im Denzel und bei www.alpenrouten.de als durchaus schwierig bezeichnet wurde. Schwierig. Aber nicht unmöglich und vor allem ein Weg ins Tal.
Und nun zeigte sich die wahre Tücke des Weges. Der Schotter wurde immer grober und lockerer und es taten sich immer wieder tiefe Rinnen auf durch die das Regenwasser abgelaufen war. Dazu dann noch Spitzkehren mit eben diesem losen Zeugs und das ganze wurde richtig spannend. Immer wieder machte ich den fehler mich in die Rinnen hinein ziehen zu lassen, da ich Angst hatte auf dem Rand zu fahren. Aber einmal in der Rinne, hat man kaum noch zw. gar keine Kontrolle mehr. Zumal die schwere Fuhre ja bergab ging und immer nachschob. Einmal konnte ich gerade noch so vor einer Seitenmauer abbremsen (immerhin wäre ich nicht den Hang runter gerauscht) und dann konnte ich etwas später nur noch das Motorrad, halb kontrolliert, ablegen. Und ich konnte es wieder hochheben!!! Na ja.. Ich musste!
Danach passte ich höllisch auf um nicht wieder in so eine Rinne zu gelangen und fuhr lieber auf dem schmalen Rand. Aber eben das war auch der richtige Weg. Das ganze zog sich gefühlt ewig hin. Aber irgendwann zeigten sich einige Hütten, dann Häuser und der Weg wurde fester und irgendwann auch wieder zur Straße. Und jetzt war ich mal so richtig froh aber auch stolz auf mich. GESCHAFFT!!!

Nun noch zurück auf die ursprüngliche Route und weiter.
Zum Monte Grappa.
Der Monte Grappa istb eine Art italienisches Natianalheiligtum und dort berinnern viele  Monumente sowie ein Kriegsmuseum daran, dass hier im ersten Weltkrieg die Frontlinie verlief.
Die Straße auf beiden Seiten ist ein echter Genuss! Sehr gut ausgebaut und zumindest heute so richtig leer. Da machte das fahren wirklich Spaß.
Ich günnte mir den Aufstieg zum Mahnmal obwohl alles in dichten Wolken war und an Fernsicht überhaupt nicht zu denken war. Danach noch ein kurzes geplauder mit einem Transalp PD != Fahrer der direkt neben mir parkte. Und schon ging es iweder hinab.
Weiter nach Enego. Dort wollte ich entscheiden ob ich die etwas über 60 km über die Kaiserjägerstraße noch dran hänge.
Ich hatte vorher die Tozrenplanung zwar gemacht. Aber irgendwie ist mir entganegn, dass die ersten 15 km zur Kaiserjägerstraße auf der selben Strecke zurück gehen. Also kurz nach Enego (hübsch!) und dann umgedreht und somit 30 km für nix gefahren. Ach nö. Für teuer. Bei 1,63 € pro Liter….
Die Kaiserjägerstraße war ganz nett aber , bis auf die ganz enegn Passagen, nichts dramatisches mehr für mich. Ich habe in den letezten Tagen einfach zu viele interessante Sachen gemacht.
Und dann erreichte ich endlich Caldonazzo, Ein sehr schönes Städchen idrekt am Lago di Caldonazzo gelegen. Ab in die Herberge und dann sofort ans Motorrad. Seit dem Umfaller auf der Schotterpiste machte es merkwürdige Geräusche die ich erst der Kette zuschrieb aber dann doch recht sicher war, dass da irgendetwas schleift. Koffer ab. Karre aufgebockt und am Hinterrad gedreht. Und schon hatte ich das Problem gefunden. Die Stahlflex Brensleitung hatte sich irgendwie nach innen gebeult und schliff nun am Reifen. Das <problem war mithilfe eines Kabelbinders ruckzuck gelöst. Eine kurze Proberunde bestätigte, dass ich tatsächlich den Fehler behoben hatte und nun kann es morgen wieder sicher und ohne Nebengeräusche auf Tour gehen.,…
Ach ja…
Habe icn einer echt italienischen Pizzeria zu Abend gegessen und einem deutschen Päärchen mit meinem Italienish bei der Bestellung geholfen…
Ich…
Mit meinem mehr als rudimentärem italienisch…
Verrückte Welt.

Aber der Wirt war wirlklich echt nett und hat sich gefreut.

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Track 17092018