Grooooossse Koffer!!

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Habe mir mal die Werkzeug Koffer von DeWalt bestellt und angebaut.

Hier das Ergebnis:

P1000143

Camera
DMC-TZ41
Focal Length
4.3mm
Aperture
f/3.3
Exposure
1/250s
ISO
160

P1000144 P1000145 P1000141 P1000142

Veranstaltung: Mit der Honda Transalp durchs Baltikum (28. Juli 2015 – 20.00 Uhr)

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Di., 28. Juli 2015 – 20.00 Uhr (Eintritt 3,00 EUR)

Mit der Honda Transalp durchs Baltikum – Motorradreisen im Nordosten Europas

Berlin  •  Polen  •  Litauen  •  Lettland  •  Estland und zurück

Nach gründlicher Vorbereitung ging es los – die Rundreise durchs Baltikum startete in Berlin. Zuerst immer an der Ostseeküste entlang bis an die obere Grenze von Estland und bis zum Peipussee. Zurück ging es dann durchs Landesinnere der Baltikstaaten, wenn möglich immer etwas abseits der großen vielbefahrenen Straßen. Nach 14 Tagen, fast 5000 gefahrenen Kilometern und um viele spannende Erfahrungen reicher kam Piet Bruckmann wieder zurück nach Berlin und wäre doch noch viel lieber länger unterwegs gewesen.

Multimedia Vortrag von Piet Bruckmann mit Bildern der Reise On- und Offroad. Anschließend Gesprächsrunde mit der Möglichkeit Informationen zu Motorradreisen – vor allem in Osteuropa – auszutauschen.
 

Um  Anmeldung in der Buchhandlung Schropp wird gebeten!

Piet Bruckmann: 46 Jahre. Passionierter Motorradfahrer und -reisender, hat solo viele kurze und lange Touren in Europa unternommen. Ihn zieht und zog es dabei vor allem in die ehemaligen Ostblockländer.  Mit seiner Honda Transalp Reiseenduro begibt er sich dabei auch gern mal abseits der Piste und in den Offroad-bereich.
 

Vortrag: Mit der Transalp nach Transsylvanien (5. August 2014 – 20.00 Uhr)

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Di., 05. August 2014 – 20.00 Uhr (Eintritt 3,00 Euro)

Motorradreisen im (noch) wilden Osten Europas. Polen – Slowakei – Rumänien – Ungarn

2013 ging Piet Bruckmann mit seiner Honda Transalp auf eine ca. 4.000 km lange Rundreise. Auf und abseits der Straßen konnte er interessante und beeindruckende Impressionen von Europas „wildem“ Osten erleben. Vor allem Rumänien hat bei ihm durch seine wild romantische Landschaft, die historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten und seine liebenswerten Bewohner einen besonders tiefen Eindruck hinterlassen.

Multimedia Vortrag von Piet Bruckmann mit Bildern und Videos der Reise On- und Offroad. Anschließend Gesprächsrunde mit der Möglichkeit Informationen zu Motorradreisen, vor allem in Osteuropa, auszutauschen

Piet Bruckmann: 46 Jahre. Passionierter Motorradfahrer und -reisender. Hat solo viele kurze und lange Touren in Europa unternommen. Ihn zieht und zog es dabei vor allem in die ehemaligen Ostblockländer.  Mit seiner Honda Transalp Reiseenduro begibt er sich dabei auch gern mal abseits der Piste und in den Offroadbereich.

Weitere Info’s:

http://www.landkartenschropp.de/Veranstaltung-mit-der-Transalp-nach-Transsylvanien-Di-05-August-2014-2000-Uhr

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Camp9 – Nature Camp in Polen

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Seit vergangenem Jahr sind meine Freunde Ineza und Günther hart am arbeiten um ihren Traum von einem urgemütlichen, kleinen Campingplatz mit „dem gewissen Etwas“ in die Tat umzusetzen.

Dieser Campingplatz entsteht auf einem idyllischen Waldgrundstück bei Tarnowskie Gory,in der Nähe von Katowice.

Und nun ist es endlich soweit.

Am ersten Maiwochenende wird die Eröffnung des „Camp9 – Nature Campground“ gefeiert.

Ich bin natürlich auch dabei. Ich würde mich sehr freuen, auch endlich mal einige Besucher dieser Webseite persönlich kennen zu lernen und dort zu treffen.

Der Campingplatz weist einige Besonderheiten auf. So wollen Ineza und Günther ein Konzept zur autarken Wasser Ver- und Entsorgung mit ökologischem Ansatz umsetzen und werden dabei von einigen Polnischen und Deutschen Firmen unterstützt.

Näheres dazu könnt ihr unter: http://www.camp9.x-active.com/ erfahren.

Hier allerdings doch schon mal einge Info’s:

  • Stellplätze für ca. 30 Zelte
  • Campingbus und/oder Allradfahrzeuge mit Campingaufbau möglich und erwünscht
  • sanitäre Anlagen ab April/Mai 2014 (Duschen und WC jeweils Frauen/Männer)
  • Lagerfeuerplatz für Alle
  • kostenlose Grill-Ausleihe
  • Fahrradausleihe (derzeit noch nur 2 Stück)
  • Routen / Tourenplaungs Tips durch uns
  • Shuttleservice vom Bahnhof oder Bus nach Vereinbarung
  • PKW Parking auf dem Gelände
  • 2 Restaurants in der Nähe (10 – 15 min.zu Fuß)
  • mehrere gute und gemütliche Restaurants mit sehr guter Küche in 3 km Entfernung (Stadtmitte) PKW / Bus max. 15 min.
  • 2 Läden in unmittelbarer Nähe (10 – 15 min.zu Fuß), Sonn- und Feiertags geöffnet
  • Internet / WiFi ab ca. April / Mai 2014
  • Strom 230 V
  • Hängematten Verleih / kostenlos
  • ab Mitte 2014 Aufenthaltsraum mit offenem Kamin und kleiner Tee-Küche

Folgende Sehenswürdigkeiten:

1) Silbermine in ca. 150 Metern Tiefe
2) Europas tiefstes Kohlebergwerk mit noch funktionierenden Maschinen (380 m tief)
3) unterirdische Stahlbootfahrt in ehemaliger Silbermine
4) Fahrrad Touren en Masse
5) Lagerfeuer mit lokalen Spezialitäten – soll heissen Wurst und Fleisch vom Feinsten
6) Lokales Bier ohne Ende
7) bei schlechtem Wetter Aquapark
8) jede Menge industrielle Museen – toll restauriert
9) und tausend andere Dinge….

Ich plane einen Geocaching Workshop (abhängig von Interesse bzw. Teilnehmerzahl) zu veranstalten. Bitte meldet euch per Mail bei Camp9 an, wenn ihr Interesse habt.

Besonders günstig könnt ihr mit Polskibus ( um die 40€) dorthin kommen (ich fahre diesmal auch mit Bus und nicht mit dem Motorrad). Auf Anfrage werdet ihr dann mit dem Mercedes G Type Shuttle zum Camp gebracht.

Wo findet ihr Camp9?

Adresse und Koordinaten von Camp9

Camp9

Hier schon mal einige Impressionen vom Camp9:

Zeltsgestänge oder andere lange Gegenstände unterbringen

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Auf meiner Baltikum Tour sah ich an einer Africa Twin eine sehr interessante Variante um lange dünne Gegenstände (in dem Fall eine Angel) gut unterzubringen.

Dort wurde einfach normales PE Abflußrohr mit den entsprechenden Muffen zusammengebaut und hinter dem linken Kofferträger angebracht. Ich hatte schon lange nach einer solchen Möglichkeit gesucht um Zeltgestänge und lange Montiereisen zu verstauen.

Nun habe ich mir das ebenfalls selbst gebastelt und zeige hier mal meine Ergebnisse.

Inzwischen hat sich diese Konstruktion auf mehreren Touren und auch in rauem Gelände hervorragend bewährt. Die Materialkosten lagen bei nicht mal 15,-€.

Photos:

Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 10

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Eigentlich ist nicht so viel passiert.

Über die Grenze war ich in weniger als einer Minute.

Dann recht flott nach Budapest geritten und sehr herzlich im gemütlichen Biker Camp begrüßt worden.
Ein sehr schöner und gastlicher Platz.

Ich bin dann noch kurz in das Zentrum gefahren. Habe aber schnell festgestellt, dass ich schlicht zu müde für einen Stadtbummel bin. Die letzten knapp 3000 km haben ihre Spuren hinterlassen.
Also ging es nach einem guten Mittagessen zurück zum Camp.

Dort kümmerte ich mich endlich mal um meine dicke. Öl für die Kette und dann noch ein Wechsel der Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse. Da hatte ich auf der Transfogarascher Hochstraße kurzzeitig einen total Ausfall weil die Bremsflüssigkeit offenbar kochte.

Dann trafen weitere Gäste ein. Ein Vater mit seinem Sohn die den Donau Radwag gefahren sind und mit einer großen Schalke Flagge am Anhänger anrollten. Und ein Päärchen aus FFB mit einer schönen alten BMW 800GS.

Da gab es dann viel zu erzählen und so manchen Fachsnack zum Thema Mopped, Ausrüstung, Touren usw. . So wurde es noch ein richtig netter Abend.

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Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 9

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Nachdem dann abends ein unheimlich lautes Grillenkonzert begann, war ich ziemlich froh mich für das Zimmer statt des Zeltes entschieden zu haben. Das war schön ruhig und ich schlief recht gut.

Mein letzter Tag in Rumänien (mal abgesehen von den wenigen Stunden und nur 15 km Morgen die mich von der Ungarischen Grenze trennen.Rumänien verabschiedete sich, für mich, nochmals mit einer Menge tollen Kurven auf mitunter alles andere als perfekten Straßen aber auch tollen Asphaltpisten. Auch über einen 1600m hohen Pass mit dazugehöriger Auf- und Abfahrts Kurvenpiste ging es.

Wenn ich auch ohne Probleme heute bis nach Ungarn hinein hätte fahren können, wollte ich doch noch eine Nacht in diesem tollen Land verbringen.

Ich hatte mir dafür eine Stadt ausgesucht, die für die weitaus meisten Rumänien Besucher nur eine Durchfahrtsstation ist. Kaum jemand beachtet wirklich was Oradea (ehemals Grosswardein) zu bieten hat. Mein Reiseführer „Rumänien“ aus dem Reise Know How Verlag, sagt dazu: “ Man mag es tatsächlich kaum glauben, welch’ schöne Perle sich hinterderabweisenden Kruste der Vorstadtverbirgt. Die habsburgischen Architekten haben in Oradea ganze Arbeit geleistet. Nirgends in Rumänien fühltmansich so sehr an Wien erinnertwie in der aufblühenden City der ehemaligen österreichischen Stadt Großwardein. „.

Nun neigen Reiseführer mitunter doch eher zur Übertreibung. Aber ich war wirklich hin und weg. Ja. Die Vorstadt ist, wie so oft bei Großstädten, alles andere als einladend. Aber ich nistete mich in Avalon, ähm in der Pension „Avalon Rooms“ mitten im Zentrum, ein und machte mich gleich auf zu einen Stadtbummel.

Ich bin wirklich kein Stadtbummel Fan. Aber hier lies es sich wunderbar schlendern. Nur die über 30 Grad Hitze machten mich mal wieder irre. Dagegen gab es aber in der gemütlichen Fußgängerzone ein kühles Bier.
Und.
Zum oft zitierten Thema „der arme und unterentwickelte Osten…“ in den öffentlichen Parks und weiten Bereichen der Innenstadt gibt es ein kostenloses WLAN Netz welches von der Stadt betrieben wird!!!!

Ja. Hier wurde/wird echt rangeklotzt. Es gibt sehr viele und sehr schön restaurierte historische Häuser zu sehen. Und ein Rundgang um die Zitadelle (deren Innenbereich wegen Renovierungsarbeiten derzeit leider nicht zugänglich ist) machte das ganze noch interessanter.

Ich muss sagen, dass macht mir den Abschied von Rumänien noch etwas schwerer.

Allerdings bin ich auch schon gespannt auf Budapest. Morgen geht es dorthin und ich werde zwei nächte in der Metropole verbringen.

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Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 8

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Sibiu hatte noch eine sehr schöne Überraschung bereit. Auf dem großen Ring, dem Marktplatz, gab es ab 21:00 Uhr ein tolles Open Air Klassik Konzert mit dem Rumänischen Staatlichen Sinfonie Orchester. Herrlich. Und das in dieser schönen Kulisse und mit tausenden Menschen. Zahlende Gäste, die sich auf den Stühlen im abgesperrten bereich vor der Tribüne räkelten. Und den Gästen der Cafes und Kneipen am Platz, die noch eine Platz ergattern konnten, sowie sehr vieler stehender Zuschauer. Interessanterweise war die Akkustik an vielen seitlichen Bereichen des Marktplatzes wesentlich besser als direkt vor der Tribüne. So machte auch ich es mir im Fläzsessel eines Cafes bequem und genoss noch ein (zwei???) Bier. Auf dem quietschenden Feldbet schlief es sich erstaunlich gut 🙂 Auch heute gab es nicht wirklich Frühstück. Ein paar Kekse und etwas Trinkjoghurt. Später an der Tankedann noch zwei Muffins. Muss eben auch mal reichen. Für heute standen große Dinge auf dem Programm. Die Transfogarascher Hochstraße und ev. Noch die Transalpina.Schon als ich auf die Straße zur Transfogarasch einbog, traf ich plötzlich auf immer mehr und mehr Biker. Natürlich nicht im mindesten mit dem Massenandrang auf die Großglockner Hochalpenstraße oder die tollen Dolomitenpässe zu vergleichen. Aber wenn man über eine Woche kaum Motorräder gesehen hat, dann fällt es einem schon enorm auf. Natürlich war ich schon aufgeregt. Und das zu Recht. Die Route übertraf meine Erwartungen um einiges. Über 60 km an Kurven und Serpentinen. Da kann kein Alpenpass mithalten. Auch die heißgeliebten Spitzkehren gab es reichlich. Wenn auch ev. Etwas weniger als auf den besten Alpenpassstraßen. Ich habe nicht gezählt. Dazu hatte ich viel zu viel zu tun. Mit Kurven fahren und vor allem mit dem überholen und ausweichen von PKW. Heute konnte ich eine mir relativ neue und extrem gefährliche sowie nervige Art des rumänischen Fahrstils kennenlernen. Wie die Nummernschilder verrieten, waren mindestens 70 % der Autos aus Budapest und der rest von sonstwo. Nur wenige Einheimische verirrten sich auf diese Straße und die fuhren komplett anders. Nun. Wie fährt hier der Flachlandrumäne? Zuallererst mal langsam. Gaaaanz langsam! Zu langsam! Mit einem 30er – 40ger ¨Speed¨ . Verhielten sie sich völlig entgegengesetzt zu allem was ich bisher erlebt habe. Aber das schlimmste. Sie fuhren alle so als ob sie einen gigantischen Truck mit mindestens 8m Breite hätten und dieser kaum Kurven fahren könnte. Irgendwie machten diese unglücklichen Gestalten den Eindruck sie hätten Angst vom Berg zu fallen.Es war zum fürchten und zum Haare raufen. Letzteres ging leider nicht, da ich ja den Helm aufhatte.Ich kann kaum zählen wie oft mir im Laufe des heutigen Tages Autos auf meiner Spur entgegen kamen. Aber dank guter Reaktionen und Bremsen ging alles gut. Mit der Zeit wusste ich ja schon worauf ich achten musste. Eben auch auf die allerlei Tiere, welche immer wieder überraschend hinter einer Kurve auftauchten und mitten auf der Fahrbahn liefen. Von Katzen über Hunden bis rauf zu Pferden und Kühen. Mit letzteren möchte ich genau so ungern zusammenstoßen wie mit einem Auto. Dennoch machte es einen Heidenspaß. Und es ging immer in flotten Schwüngen erst auf ca. 2100m rauf und dann wieder auf etwa 400 runter. Auch die Transalpina wollte ich noch befahren. Hatte mir aber überlegt, dass ich auf ca. Halber Strecke an einem Stausee zelte. Allerdings hatte mich auch hier das Kurvenfieber gepackt. Und als ich an dem See vorbei kam, standen da allerlei improvisierte Zelte im Wald zu denen die zwielichtigen Gestalten gehörten, welche am Straßenrand Beeren und Pilze feil boten. Irgendwie hatte ich da kein gutes Gefühl. Und wenn das schon der fall ist. Dann sollte man auch darauf hören. Ich beschloß bis nach Sebes (ehemals Mühlberg) zu fahren. Das so ziemlich einzige Hotel am Ort war ausgebucht und die Stadt kam mir auch alles andere als einladend vor. Wenige Kilometer vor dem Ort hatte ich ein Schild zu einem Campingplatz mit Zimmervermietung gesehen. Ich drehte also um und machte mich auf den Weg dorthin. Ich landete auf einem winzigen aber sehr gemütlichen Privatcampingplatz und bekam ein kleines und ordentliches Zimmer für gerade mal 9 €. Da es leider in der Nähe kein restaurant gab, machte mir die Hausherrin ein uriges und zünftiges Abendessen mit Tomaten und Paprika aus eigener Ernte sowie Käse, Salami und Brot aus der Region. Na das war doch mal was. Hier bin ich wirklich mal im Hinterland. Handynetz nur spärlich und zum ersten Male kein WLAN verfügbar. Von heute hätte es eh nur Videos gegeben. Ich muss mal sehen, wann ich die hochladen kann.So wie es aussieht, bin ich morgen den letzten Tag in Rumänien. Ja. Ich wieß. Das ging schnell. Aber ich habe da nunmal so eine absolute Macke. Setz mich auf ein Motorrad. Und ich fahre, fahre, fahre…. Mit meiner geliebten „Dicken Transe“ ist das nun noch viel schlimmer geworden. Es macht einfach mal zu viel Spaß. — Diese Nachricht wurde von meinem Android-Mobiltelefon mit K-@ Mail gesendet.

Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 7

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Die Nacht War, wieder einmal, kurz . Die Party nebenan ging (nur) bis zwei Uhr.

Aber auch an diesem Morgen begann der Trubel in dem Zeiten schon an sieben.
Ausschlafen ist anders.
Ich kam denn auch schnell in die Puschen. Da es auf dem Platz nichts gab und der Laden 100m weiter erst um neun aufmacht, verzichtete ich auf das Frühstück und fuhr gleich los.

Ich nahm mir vor, beim nächsten Tankstopp zu frühstücken.

Auch heute gab es wieder reichlich kurven zu nehmen. Immer wieder traf ich in dem Dörfern auf alte Wehrkirchen die wie Festungen ausgebaut waren. Teils verfallen, teils liebevoll restauriert. Aber immer sehr beeindruckend.

Dann kam mir der Gedanke einen Abstecher nach Sibiu (früher Herrmannstadt) zu machen. Das würde mich nur um 100km aus der Bahn werfen., Aber Sibiu soll wirklich schön sein.

Gesagt, getan.
Ohne Frühstück landete ich dann halb eins in der Pension Leu in Sibiu. Sehr einfaches Ambiente aber für einen schmalen Taler. Das gesparte Geld würde ich noch für Speis und Trank ausgeben. Also erst mal duschen und dann los.

In einem gemütlichen Terrassen Restaurant am der Stadtmauer gab es dann erst mal Brunch. Danach dann bei über 30 Grad Stadtbummel.

Herrmannstadt hat wirklich einiges zu zeigen. Eine schöne Altstadt und viele interessante Häuser, Kirchen, Gassen, etc. . Nur war es einfach mal viel zu warm. Also genoss ich immer mal wieder ein Eis oder einen Latte. So lässt es sich Leben. Irgendwann hatte ich aber, wenn auch noch längst nicht alles, aber doch genug gesehen.

Ich machte dann in der Pension noch groß Wäsche da die Sachen heute mal mehr Zeit zum trocknen haben. Dann noch eine Siesta bevor es abends zu einer kleinen Runde in die Stadt und zum Abendessen ging.

Es sieht so aus, als ob es in dem nächsten Tagen noch wärmer wird.
Ab morgen geht es dann wieder in die Berge und ich freue mich schon auf zwei Biker Leckerbissen. Die Transfogarascher Hochstraße und die Transalpina. Na mal sehen.

Heute genieße ich erst mal das normale Touri Dasein.

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Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 6

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Die Nacht begann erst spät für mich, da sich zwei Hunde noch bis lange nach Mitternacht ein Kläfferduell lieferten.

Und sie war auch früh zu Ende, da sich schon ab sieben einige Camper mit viel Lärm aus den Zelten schälten.
Die ersten verließen den Platz schon um acht. Ich kam da gerade erst mal in die Senkrechte.
Neben mir campierte ein junges rumänisches Pärchen, welches einen total niedlichen „Zwergfoxterrier“ (anders mag ich es nicht nennen, da ich ihn keiner Rasse zuordnen konnte und er dem noch am nächsten kam) dabei hatten.
Der kleine holte sich bei mir während des Frühstücks reichlich Streicheleinheiten ab und so kam ich mit Herrchen/Frauchen ins Gespräch. Das war echt interessant. Die beiden waren in den letzten Tagen durch die Berge gewandert und er war ganz hin und weg von meiner Transalp. Er selbst fährt eine BMW F650 GS und so kamen wir schnell ins fachsimpeln.
Sie luden mich noch auf einen Tee ein und ich revanchierte mich mit ein paar Mini-Kaminwurzen. So wurde es doch noch ein richtig schöner Morgen und Benkö lud mich herzlich ein, sie zu besuchen, falls ich bei ihnen vorbei käme. Mit seiner Handynummer gab er mir auch das Angebot ihn anzurufen, falls ich irgendwelche Probleme, ob mit der Maschine oder mir, in Rumänien bekommen sollte. Und das klang mehr als ehrlich gemeint.
Wir verabschiedeten uns dann und ich machte mich auf die Tour.
Benkö hatte mich schon vor den nächsten 40 km Straße gewarnt.
Auf der Karte sah es nach einer tollen Serpentinenstrecke aus, aber neben unendlich vielen Kurven gab es auch unendlich viele tiefe Schlaglöcher. Eine absolute Mistpiste. In manchen der Löcher hätte man meine Maschine locker parken können. Allerdings war ich hier gegenüber den Autos deutlich im Vorteil. Ich konnte mich mit meiner wendigen Maschine locker zwischen den Löchern hindurch manövrieren. Und so verwundert es nicht, dass ich „Das Feld locker von hinten aufmischte!“.
Irgendwie wollte das Ganze so gar kein Ende nehmen und mitunter wurde es selbst mir zu bunt. Aber alles hat ein Ende und so auch diese Stoßdämpferteststrecke.
Allerdings kam ich vom Regen in die Traufe. Nachdem ich auf die nächste Hauptstraße einbog lagen 30km Schotter- und ebenfalls Schlaglochpiste vor mir, dennoch relativ gut zu befahren  in wunderschöner Natur. Wieder ging es über einen Pass auf ein schönes Hochplateau und von dort auf einer herrlich asphaltierten kurvenreichen Straße ins Tal.

Überhaupt waren Kurven heute mein Lebenselixier.

Eine absolute Traumpiste erwartete mich dann auch noch mit einer Auffahrt auf einen 1900m hohen Pass und einer rasanten Abfahrt. Die Pkw erwiesen sich meist als kaum störend, da sie bereitwillig für mich Platz machten.
Ehrlich!
Ohne drängeln und schubsen.
Ebenso wie im Baltikum, scheint man hier Motorradfahrer zu mögen. Das fällt mir immer wieder auf.

Und wieder ging es im weiteren Verlauf in flotten Schwüngen durch die Kurven. So macht das Fahren echt Spaß.

So langsam wurde es aber Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen.
Weit und breit kein Campingplatz in Sicht und irgendwie war mir heute der Sinn nach einem Bett. Irgendwann kam ich in eine wirklich schöne kleine Stadt in deren Zentrum ein Volksfest im Gange war (den Namen habe ich mir wegen der vielen wirr angeordneten Buchstaben nicht merken können) . Ich klapperte drei Pensionen und ein Hotel ab. Alles ausgebucht oder geschlossen.
Inzwischen war es schon halb fünf und ich hatte immer noch keine Aussicht auf ein Bett.
Ich beschloß weiter zu fahren und die erste Pension am Wege zu nehmen.
Aber erst mal kam…
Gar nichts.
Mindestens eine halbe Stunde keine Pension auf den Dörfern, durch die ich kam. Dann endlich doch ein Schild und noch dazu an einem wirklich gut aussehenden Haus. Als ich den Hof betrat war mir schon klar, dass ich auch hier nicht unterkomme. Hier war eine Hochzeitsfeier im vollen Gange.
Mist!

Weiter!
Mit einem Male war ich schon kurz vor Sighisoara (ehemals Schäßburg) und da ich mir das eh ansehen wollte, suchte ich auch hier nach einer Pension. Wieder hatte ich bei zweien kein Glück.
So langsam kam mir der Verdacht, dass es auch an meiner saumäßig dreckigen Motorradkluft liegen könnte.
In der dritten Pension sagte man mir auch gleich, dass rund herum sowieso alles ausgebucht sei. Könnte auch stimmen, denn bei meinem wilden Umhergegurke durch die Gassen war mir schon aufgefallen, dass eine Menge Touristen unterwegs waren.

Ich wollte schon aufgeben und noch weiter fahren, aber dann fragte ich das Orakel meines Navi`s nach einem Campingplatz. Der ADAC Campingführer kannte hier keinen. Dafür aber der ACSI Guide. Nur 1km entfernt!!! Direkt in der Nähe des Ortskerns. Nix wie hin. Camping Aquarius mit Freibad und… winziger Zeltwiese, die sich bereits fest in rumänischer und polnischer Hand befand.
Wenigstens mal keine Holländer mit einer Pseudo-Mireille…
Ich zwängte mein Zelt noch irgendwie hinein und machte mich stadtfein.

Ein Bummel durch die Strassen der Altstadt und der Aufstieg zum Kirchlein auf dem Berg rundeten den Tag ab. Wirklich ein schöner und interessanter Ort. Selbst für mich Sightseeing und Stadtbummelverabscheuer.
Habe in einem „Original rumänische Küche“ Restaurant dann zu Abend gegessen. Ich entschied mich für das Transsilvanische Gulasch mit Maispolenta und einem Spiegelei!!! als Deko. Echt eine gute Wahl. Allerdings irritierte mich schon, dass das Wiener Schnitzel und ein „Pariser Schnitzel“ unter der Rubrik “ Rumänische Hausmannskost“ aufgeführt waren…..
Ach, was soll’s.
Mir hat’s geschmeckt.

Jetzt noch ein oder zwei Bier trinken und dann geht es wieder zum Zelt.

Morgen… mal sehen.

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Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 5

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Vor lauter Aufregung konnte ich kaum richtig schlafen. Immerhin war der Verlauf der heutigen Tour mehr als unklar.

Im Prinzip wusste ich nur, dass ich ein Stück weiter ins Tal hinein fahre und mich dann fast direkt nach Norden zu einem Ort Namens Sapena durchschlagen wollte. Ab einem bestimmten Punkt an der Straße DJ183 ging nur noch, laut Openstreetmap, einen schmalen Weg oder unbefestigte Straße weiter. Ob es den wirklich gibt und ob er für mich befahrbar ist, würde ich erst vor Ort erfahren.

Nach einem guten Frühstück sattelte ich meine Transe und los ging es. Zunächst auf einer herrlichen, schmalen Asphaltstrasse mit wunderbaren Serpentinen und Kurven. Das Ganze in einem engen Tal mit dichtem Wald. Schöner geht es kaum noch. Genuss pur!

Irgendwann bog dann besagte DJ183 nach links ab und ich landete auf einer Schotterpiste. Hier war Vorsicht angesagt. Grober und lockerer Schotter ließ keinen Spielraum für Fehler. Immer wieder kam ich an kleinen Gehöften, teilweise mit Campingplätzen, vorbei. Schade. Ich hätte gestern mal lieber noch ein ganzes Stück weiter fahren sollen.

Nach einer Weile gelangte ich auf ein schönes Hochplateau mit Weiden und einigen Gehöften auf ca. 780 m.

 

Hier verschwand der Schotter und machte,  zum Teil schlammigen, Feldwegen Platz. Ich beschloß mich weiter vorzuwagen, da es vorläufig noch gut aussah. Zudem hatte ich gesehen, dass auf das Plateau von der anderen Seite eine asphaltierte Straße führte, welche einen guten Rückweg bot für den Fall, dass ich nicht weiterkomme.

Ich fuhr also wieder in den Wald. Die Openstreetmap-Karte im Navi bot nur mäßig Hilfe und ich verließ mich mehr auf meinen Orientierungssinn. Das war auch gut so. Nachdem ich an einer Kreuzung links einfuhr, kam es mir irgendwie falsch vor. Ich wendete und fuhr zu der Kreuzung zurück, an der eine alte Frau in einem sehr alten Wohnwagen campierte. Sie wies, auf meine Frage „Sapena?“, in die andere Richtung und ich war froh nochmal nachgefragt zu haben. Kurz danach kam mir ein großer Holzlaster entgegen, der mir Hoffnung machte, dass der Weg irgendwie weiter geht.

Dann gelangte ich auf ein weiteres Plateau auf ca. 900 m Höhe. Von nun an ging es nur noch bergab und in dichten Wald hinein. Der Weg wurde immer schlechter und war oft mit Morastlöchern gespickt. Das spielte inzwischen aber keine Rolle mehr, da Roß und Reiter schon reichlich Modder trugen. Auch hier bog ich erst mal falsch ab und besann mich etwa 300 m weiter, dass ich doch eigentlich einem Bachlauf folgen müsste.

Also zurück und an einem verlassenen Haus vorbei in die, nun wirklich, richtige Richtung. Je weiter ich kam, umso schlechter und schmaler wurde der Weg. Hier ging es wirklich nur noch für gute kleinere Offroadfahrzeuge weiter. Da war schlicht kein Platz für einen LKW.

An einer steilen Passage hatte ich arg mit den Spurrinnen zu kämpfen und sah auch, dass unten ein sehr tiefes Morastloch war. Dieses sah nicht gut aus, so dass ich lieber erst mal die Maschine ablegte und das Terrain sondierte. Irgendwie schien es machbar. Also los. Zwar blieb ich erst mal mit dem rechten Koffer an einem Baumstumpf hängen, aber dann ging es doch erstaunlich gut und die Transalp wühlte sich durch das tiefe Schlammloch. Uff!! Nochmal gut gegangen. 🙂 Es wurde aber in keinster Weise leichter.

Der Weg wand sich nun entlang des Baches und teilweise wild geschlungen am Hang, so dass es immer wieder steil hoch oder runter ging. Die Hinterlassenschaften von Jeeps = tiefe Spurrinnen machten die Sache doppelt schwer. Vor allem mit den weit ausladenden Koffern. Und dann stand ich oberhalb eines fast senkrechten ca. 30m langen Abruchs. Rechts und links gab’s Spurrinnen und in der Mitte ein Steg. Zur Sicherheit sah ich mir auch hier das Ganze erst mal an. Traf dann eine richtige und eine falsche Entscheidung.

Die Richtige:

In der Mitte bleiben und die Maschine einfach laufen lassen, da ich sie unten im flachen Teil abfangen könnte.

Die Falsche:

Ich Idiot! habe doch den großen losen Stein unten in der Mitte des Weges gesehen. Den hätte ich problemlos erst mal wegräumen können.

Das Ergebnis:

Ich kam bestens den Hang herunter. Hätte mich auch gut abfangen können, nur leider tat das der Stein schon sehr abrupt. Also mal wieder ein Flug auf die rechte Seite. Ich habe gut reagiert und bin abgesprungen. Die Maschine hat, ausser einigen Schrammen und Beulen im rechten Koffer sowie dem abgeplatzten Deckel meiner „Rohrbombe“ am Motorschutzbügel, nichts abbekommen.

Guuut, dass ich die Spiegel vorher eingeklappt hatte.

Das war es dann auch schon fast. Der Weg wurde allmählich breiter und war wieder mit Schotter belegt. Unten am Bachlauf waren nun auch einige Baustellen.

Etwas weiter unten traf ich dann auf drei polnische Landrover Defender die bergauf wollten. Wir unterhielten uns kurz und ich gab ihnen einige Tipps. Ohne Probleme kam ich dann auf der Schotterstrasse ins Tal.

Kurz vor Sapena stand auf einer Wiese am Fluß ein roter VW Bus um den sich mehrere Leute tummelten. Ich hielt an und wir kamen schnell ins Gespräch. Die beiden Pärchen waren echt gut drauf und schon seit fast vier Wochen unterwegs. Nun mussten sie aber wieder zurück nach Berlin. Es gab leckeren Linseneintopf und Melone von denen sie mir auch reichlich abgaben. Wir quatschten eine ganze Weile über das Reisen im Allgemeinen und bestimmte Ziele im Besonderen. Ich gab ihnen noch einige Tipps zum Baltikum und Polen. Da wollen sie demnächst auch noch hin. Es war wirklich ein schönes Treffen.

Sorry Jungs. Aber ich habe mir (typisch Mann) nur die Namen der Mädels (und der Hunde!?, was soll das denn beduten?) gemerkt. Also hiermit nochmal liebe Grüße an Sarah und Eva sowie ihre Männer (auch die vierbeinigen). Wer weiß. Berlin ist doch auch nur ein Dorf. Man sieht sich immer zweimal im Leben.

In Sapena erwartete mich dann ein komplettes Kontrastprogramm zu der ruhigen Stunde eben. Massen an Touristen belagerten ein Kloster und andere „Attraktionen“. Ich ergriff sofort die Flucht.

Nun folge ich wieder meiner geplanten Route und einer mit tausend Baustellen gespickten Straße.

In Borsa schlug ich mein Zelt auf dem kleinsten Zeltplatz auf, den ich jemals gesehen habe. Trotzdem gemütlich und ein sehr netter Empfang. Nur stehen die Zelte dicht an dicht und ein holländisches Pärchen beschallt den Platz mit der „Musik“ einer jammernden Art Mireille Mathieu Hollands.

Widerlich!

Da gehe ich doch lieber erst mal in den Ort was essen. Insgesamt hatten mich schon die letzten Orte, ebenso wie dieser, vom Aussehen und den Menschen an Orte in Peru erinnert. Das selbe Chaos aus Reklametafeln und halb fertigen oder verfallenen, aber auch sehr schönen, Häusern sowie massenhaft Schlaglöchern in der Straße. Mindestens genau so laut und eine merkwürdige Mischung aus grau und bunt. Jetzt bin ich wohl doch endlich in Rumänien angekommen?

Videos des Tages:

Ach ja. Es ist Freitag und hier wird wie wild geheiratet. Ein Brautzug nach dem andren.

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Mit der Transe nach Transilvanien – Tag 4

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Frühstück ab 10 ……
Obwohl ich schon deutlich nach acht aufstand und mir viel Zeit beim verstauen meiner Habseligkeiten am Bike ließ, war es erst viertel zehn als ich mit allem fertig war.
Das Cafe war natürlich noch dicht.
So lange warten macht keinen Spaß. Da war es das Beste, einfach loszufahren und beim nächsten Tankstopp zu frühstücken. Der sollte aber erst zwei Stunden später kommen.
Aber irgendwie machte mir das kaum etwas aus, da es heute wirklich interessant wurde.

Drei Länder an einem Tag.
Schon gestern war mir aufgefallen, dass die slowakischen Autofahrer deutlich gemäßigter fuhren. Im Vergleich zu den Polen auch kein Kunststück, aber tatsächlich hält man sich hier weitestgehend an die Geschwindigkeitslimits und fährt auch nicht ganz so riskant.

Für heute hatte ich Uschi im Navi eine Route aufgetragen, die mich deutlich mehr auf Nebenstraßen leiten sollte. Das erwieß sich als absoluter Glücksgriff. Ganz oft kam ich auf engen und teils schlechten aber dafür landschaftlich sehr schönen Straßen durch kleine Dörfer.

Besonders auffällig war die unterschiedliche „etnische“ Zusammensetzung der Dorfbewohner. So fielen mir immer wieder Orte auf, in denen ein deutlich größerer Anteil an Roma und/oder Sinti zu leben schien. Sorry. Ist nicht wertend gemeint. Aber es fällt wirklich auf!

Das setzte sich auch in Ungarn fort.
Über eine stillgelegte Grenzstation kam ich ohne Kontrolle und Halt hinüber. Der Charakter der Landschaft änderte sich kaum, wohl aber der der Ortschaften und vor allem der Autofahrer. Wild, wilder, am wildesten. Da kennt man auch wieder keine Hemmungen.

Nach etwas über 140 km kam ich dann an die ungarisch/rumänische Grenze.
Entgegen allen Schreckensgeschichten und Unkenrufen war ich auch hier in weniger als einer Minute durch. Die Grenzer warfen nur einen kurzen Blick auf meinen Personalausweis, welchen ich nicht mal auspacken musste. Dafür interessierten sie sich ganz augenscheinlich sehr für meine Maschine und die Actioncam vorn an der Kanzel. Die Kamera schien sie aber nicht zu stören. Ich hatte die Aufnahme ja  zur Sicherheit unterbrochen, um nicht durch die rot blinkende LED aufzufallen.
In Satu Mare musste ich mich nun entscheiden, ob ich meiner ursprünglichen Route folge oder den Abstecher über Baia Mare zum Firiza Stausee mache, um morgen den Versuch einer Offroad- Durchquerung nach Norden auf meine ursprüngliche Route zu unternehmen. Natürlich gewann der Abstecher das Rennen. Außerdem sollte ja in Firiza ein schöner Campingplatz sein.
Auf der anderen Route wären es weit mehr als 100 km bis zum nächsten Camp. Ich versuchte noch in Satu Mare einen Geldwechsler zu finden, aber ohne Erfolg. In Baia Mare, welches ja auch eine große Stadt ist, unternahm ich den nächsten Versuch. Ich hatte mir aber den falschen Tag ausgesucht. Alle!!! Banken hatten wegen Streik o.ä. bis Samstag geschlossen. Wechselstuben… Keine zu sehen. Also doch die Karte in den Automaten geschoben und erst mal eine Notration Lei gezogen.
Weiter nach Firiza. Die Straße wand sich in tollen Serpentinen, war aber mit einem höchst bescheidenen Pflaster bzw. Asphalt versehen. Da hieß es Spaß haben und doch aufpassen. Ich fuhr in Firiza an einer großen Pension vorbei und ein ganzes Stück weiter in das Tal hinein. Konnte aber keinen Campingplatz finden.
Nun wurde es aber wirklich Zeit aus der Motorradkluft raus zu kommen. Ich hatte heute Morgen die schwerwiegende Fehlentscheidung getroffen, die Regenmembran in der Kombi zu lassen. Seit dem Mittag war es aber brütend heiß und ich schmorte nun schon lange im eigenen Saft. Von wegen Atmungsaktiv. 🙁
Also zurück zu der Pension. Immerhin bekomme ich hier ein richtig komfortables Zimmer mit Frühstück und allem Drum und Dran für nur 5 € mehr als gestern. Allerdings ist das Zimmer in einem sehr aufdringlichen Schweinchenrosa gehalten. Da bin ich froh, dass ich gemütlich auf dem Balkon sitzen und schreiben kann.
Á propos schreiben… Auch hier gibt es ein ausgezeichnetes freies WLAN, so dass ich meine Daten problemlos hochladen kann. Der Osten holt auf!! In Sachen Internetzugang habe ich letztes Jahr im Baltikum und auch auf dieser Reise deutlich bessere Erfahrungen gemacht als in Deutschland. Insgesamt habe ich sowieso den Eindruck, dass die osteuropäischen Länder deutlich aufholen. Überall wird wie wild gebaut, ob es nun Straßen, Häuser oder sonstiges sind. Hier wirkt sich die EU sehr positiv aus. Sicher geht für Touristen wie mich dadurch ein Stück „wilder Osten“ nach und nach verloren, aber für die Menschen hier kann es nur gut sein.
Ansonsten das übliche Abendprozedere. Duschen, Wäsche waschen, Abendessen (sehr lecker und sehr günstig), Bericht schreiben. Eigentlich wollte ich noch unten auf der Terrasse der Gastätte sitzen. Leider haben die jungen Rumänen aber eine überaus schlechte Marotte. Neben der Musikbeschallung der Gaststätte hat fast jede Gruppe an den verschiedenen Tischen noch mindestens ein Handy mit Musik laut am Dudeln. Da kriegste doch ’ne Krise! 3 -5 verschiedene Lieder gleichzeitig. Die spinnen, die Rumänen. Ist ja noch schlimmer als in Berlin in der Tram. Da freue ich mich doch schon auf den ruhigen Wald morgen…..

Ich mache nach dem Essen noch einen kleinen Spaziergang zum Stausee. Eigentlich wirklich schön. Nur leider haben die überall ansitzenden Angler Unmengen an Müll hinterlassen. Besonders beliebt scheinen hier 2-3l Billigbier-Plasteflaschen zu sein. Schade, sehr schade. Ob Flaschenpfand doch einen Sinn hat? Eines jener Mysterien….

Also doch noch reichlich wilder Osten übrig…

Aber das beste kommt noch…

Meine dicke Transe steht sicher verwahrt in der hauseigenen Garage neben dem Auto des Chefs. Das nenne ich doch mal guten Service.

 

 

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Mit der Transe nach Transsilvanien – Tag 3

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Heute hielt es mich nicht lange in den Daunen.
Der Tag versprach schön zu werden und ich war schon neugierig auf die neuen Eindrücke und ein Land welches ich bisher noch nicht gesehen habe.
Die Slowakei.
Gemütliches Frühstück mit Günther und Ineza.
Dann ruckzuck die Sachen und Koffer gepackt. Danach konnte es auch schon losgehen.
Erst mal aber musste ich mich durch reichlich wilden und dicken Verkehr quälen.
Erst lange hinter (unterhalb) Krakau wurde es etwas angenehmer. So hielt ich (wieder einmal) auf Zakopane zu. Diesmal aber auf direktem Wege. Und auch diesmal empfing mich das Riesengebirge mit dicken Regenwolken. Aber ebenfalls wie beim ersten Male sollte ich auch heute trocken bleiben. Ich fuhr wieder zügig durch den Tpuristenrummel in Zakopane. Weiter auf die schöne Serpentinenstrecke. Dort war ich mehr als angenehm überrascht, dass der Rollsplit vom letzten Mal komplett verschwunden war. So macht Mopped fahren Spaß!!
Dann war da plötzlich, hinter einer engen Kurve an einer Brücke, die Slowakische Grenze. Ruckzuck rüber, ist ja nicht nur EU sondern sogar Euro Zone. Und weiter auf schönen kurvigen Straßen.Ich hatte vor in der Slowakei zumindest eine Nacht zu verbringen. Also suchte ich mir dann irgendwann einen Campingplatz . Die Auswahl an Campingplätzen in dieser Region ist ja alles andere als groß. Und so musste ich erst mal noch ein ganzes Stück bis kurz vor Presov fahren. Kaum angekommen, zogen auch schon dicke Regenwolken auf und ich entschied mich ganz schnell dazu statt des Zeltes ein Zimmer zu nehmen. Nicht so wirklich billig und auch einfachster Standard, aber wenigstens trocken und sauber. Nur ohne Frühstück…. Das kann ich morgen Früh in der Zeltplatzkneipe für einen schmalen Taler haben. Da habe ich heute auch schon preiswert und sehr gut zu Abend gegessen.
Nur irgendwie haben die die Öffnungszeiten vertauscht. Abends bis um acht und morgens ab zehn!? Früh zu Abend essen und spät Frühstück? Das muss ich mir noch überlegen. Vielleicht packe ich ja auch schon alles fertig ans Bike und frühstücke dann noch schnell. Ach was soll`s… Ich hab Urlaub. Ich kann warten….
Zwei Bungalows weiter steht ein gigantisches Motorradgespann. Ein Päärchen aus Frankreich ist damit angereist. Aber, wie schon so oft, sind auch diesmal die Franzosen nicht besonders zugänglich und beschäftigen sich lieber mit sich selbst. Könnte ja jemand merken, dass sie ausser Französisch, nix anderes sprechen… Vorurteile. Ich weiß. Aber leider in langjähriger Erfahrung immer wieder bestätigte…

Auch gut.
So habe ich wenigstens Zeit das kostenlose WLAN hier zu nutzen und meine Posts für die fälligen Tage zu schreiben.

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