Expedition zu den Polen – Tag 10 Zgorzelec > Berlin

Das Motorrad war am nächsten Morgen immer noch da. Ob nun trotz oder wegen des riesigen Schlosses… Wir werden es nie erfahren.

Das Frühstück war wieder mal echt toll und reichhaltig. Während wir es vertilgten ging draußen ein Regenschauer nieder und es waren auch zum Teil sehr düstere Gewitter Wolken aufgezogen. Aber gen Berlin sah es inzwischen schon gut aus und der Himmel war weitestgehend blau so das wir uns gegen die Regenmembran entschieden.

Und das sollte für den Rest der Tour auch unser Thema werden. Immer wieder wechselte der Himmel von schönem Blau mit Schäfchenwolken zu dunkel dräuenden Regenwolken. Und bei all dem ein sehr heftiger und böiger Wind der das Fahren mit dem Motorrad nicht leichter machte.

Aber immer wieder kam die Sonne heraus.

In Peitz machten wir die erste Pause mit leckerem Eis. Und später dann noch bei Moni’s Imbiss & Cafe in Königs Wusterhausen dann Mittagsrast.

Insgesamt verging die Zeit wie im Fluge und die Fahrt auf Land- und Bundesstrassen war angenehm und flott. Wenn nur nicht das mit den Wolken und dem unangenehmen Wind gewesen wäre…

Und zu Hause erwartete uns ein völlig unterkuschelter Kater der jetzt erst mal wieder ordentlich ausgekuschelt werden möchte und soll.

Soweit erst mal zum Abschluss von mir (Piet) . Kerstin wird dann auch noch eine kleine „Nachlese“ zur Tour schreiben.

Zgorzelec – Berlin

 

 

 

 

 

Camera

 

VIE-L09

 

 

 

Focal Length

 

4.5mm

 

 

 

Aperture

 

f/2.2

 

 

 

Exposure

 

1/50s

 

 

 

ISO

 

64

 

 

 

 

cof

Expedition zu den Polen – Tag 9 – Michalkow > Zgorzelec

Nun ja…

Mit meiner Wahl der Übernachtungsmöglichkeit war und bin ich nicht zufrieden. Also wenn man den Betreibern der Pension etwas zugute halten muss, dann das sie mit immerhin 63 Photos auf Booking.com es hinbekommen haben alles zu zeigen und es dennoch so schön darzustellen, dass man nie und nimmer den wahren Zustand der „Pension“ erkennt.

Nach einem (vegetarischen!) Frühstück „im Kreise der Familie“, ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder auf die Piste. Für heute waren 170 km Strecke geplant.

Und auch heute gab es wieder viele wunderschöne und kleine Straßen in toller Landschaft zu genießen. Durch das Eulengebirge und durch kleine Dörfer und Städte.

Um die Mittagszeit kamen wir am schönen und toll restaurierten Schloß Lomnitz vorbei wo es dann einen leckeren Imbiss und Bummelei durch Hofladen und -bäckerei gab. Alles sehr geschmackvoll und nett gemacht. Und so wunderte es nicht, dass hier auch viele Touristen und auch erstmal wieder Deustche Touristen waren.

Überhaupt fiel uns auf, dass hier sehr viele Radwanderer unterwegs sind. Ob nun mit großem Gepäck auf langer Tour oder als Tages Ausflügler. Radwandern scheint hier sehr beliebt zu sein.

Im Gegensatz zu gestern waren die Temperaturen mittlerweile sehr sommerlich und es wurde ordentlich warn in den Mopped Kombis mit der Regenmembran.

Eigentlich war für heute auch ein Besuch in der Töpferei Bunzlau geplant. Aber irgendwie hatte ich bei der abgeänderten Routenplanung gemurkst und so stellte ich etwa 40 km vor Görlitz fest, dass wir ja irgendwie doch noch nicht durch Boleslawiec (Bunzlau) gekommen sind….

Nun war es aber auch zu spät und wir fuhren weiter nach Zgorzelec (dem Polnishcen Gegenüber von Görlitz). Die Pension in welcher wir übernachten machte gleich einen toillen Eindruck und wir haben ein sehr nettes Zimmer mit eigener Terrasse und separatem Eingang.

Die Stadtbesichtigung hielt sich im Rahmen und bestand nur aus einem Spaziergang am Fluss entlang auf der Deutschen Seite in die eine Richtung und dem Rückweg auf der Polnischen Seite sowie zwei netten Restaurant Besuchen auf der Polnischen Seite.

Die mit Sicherheit tolle und schöne Altstadt von Görlitz sehen wir uns bei einem anderen Besuch an.

Bei der Rückkehr zur Pension bot mir die nette Rezeptionsdame ein riesiges und bärenstarkes Kettenschloß für das Motorrad an. Ich schloß die Maschine dann auch an einem Pfosten zusätzlich an und bin nun erst Recht verunsichert….

Morgen geht es nach Hause ……

Michalkow – Zgorzelec

 
Camera
Canon PowerShot SX150 IS
Focal Length
5mm
Aperture
f/3.4
Exposure
1/1250s
ISO
125

Expedition zu den Polen – Tag 8 Raciborz > Michalkow

Den heutigen Tag begannen wir mit einem selfmade Frühstück: Cornflakes mit Joghurt für Kerstin, Brötchen mit Marmelade für Piet. Wir haben schon besser und reichhaltiger gespiesen, aber beim polnischen Discounter für nur eine kleine Mahlzeit einzukaufen, ist schwierig.

Beim Blick aus dem Fenster fiel auf, dass es regnete wie aus Kübeln. Da wir dem Vermieter gesagt hatten, wir würden gegen 10 Uhr aus dem Appartement verschwunden sein und auch, da wir für den heutigen Tag eine etwas längere Strecke vor uns hatten, machten wir uns trotz Regen recht früh startklar. Die Wetter-App versprach auch keine Besserung, drohte uns eher noch mit Gewitter zur Mittagszeit… Wir rüsteten also unsere Biker-Klamotten mit Regenmembran aus und verließen kurz vor 10 Uhr das Städtchen Ratibor. Ich, Kerstin, kann für mich nur sagen, dass ich um die zusätzliche Membran sehr glücklich war, da sie auch etwas mehr wärmt, als wenn man nur die eine Schicht Jacke über dem T-Shirt trägt. Zirka 2 Stunden fuhren wir im kühlen Regen auf Land- und Bundesstraßen, für Piet Schwerstarbeit, da hohe Konzentration erforderlich war. Die Polen sind ein ganz ungeduldiges Völkchen, das auf schmalen Straßen gerne auch mal da überholt, wo es für ALLE gefährlich wird. Am Hügel, vor einer Kurve…

Zur Mittagszeit sahen wir auf der Strecke weithin ein MacDoof-Schild leuchten und so machten wir Pause auf einem Gewerbehof. Glücklicherweise lag neben dem Schnellrestaurant auch ein kleines, einfaches Bistro, in das wir dann gingen, um uns bei Kaffee und Tee etwas aufzuwärmen. Hungrig waren wir noch nicht und so beobachteten wir beim langsamen Warm- und Trockenwerden die polnischen Gäste, die hier zu Mittag aßen. In der kleinen Küche des Bistros wurden unentwegt Pirogies gebastelt, es gab auch Suppe (Muschelnudelsuppe mit Champignons…?) und andere kleine Speisen. Dem Andrang nach zu urteilen, muss das Essen dort gut gewesen sein – fast schon waren wir enttäuscht, nicht hungrig gewesen zu sein.

Der Regen hatte in der Zwischenzeit glücklicherweise aufgehört und so fuhren wir weiter. An einem Palast (Sommerresidenz von…?) machten wir kurz Pause und stiegen für eine bessere Aussicht, und um uns mal die Füße zu vertreten, eine kleine Anhöhe hinauf. Scheen wars! Wir fuhren weiter und weiter und weiter und als dann doch die Bäuche knurrten, hielten wir an einem Restaurant an, das an der Strecke lag. Es fing auch gerade wieder an zu regnen, man hörte sogar einmal einen Bumms in den Wolken. Dabei ist doch Juni und nicht April…  

Zu unserer Überraschung wurde das kleine, aber feine, Restaurant von einem polnischen Italiener betrieben, die Karte war sogar viersprachig angelegt. Ein Novum! Italienischer Titel, darunter die polnische Beschreibung, dann eine englische und eine deutsche. Super! Ich bestellte mir Pirogie Ruskie (mit Kartoffeln und Quark gefüllte Nudeltaschen mit in Butter goldgelb gebratenen Zwiebeln) und Piet orderte Bigosz mit kleinen Kartöffelchen. Wir waren beide sehr begeistert vom Essen und später auch erstaunt, dass uns beide Speisen inkl. einem Bier und einem halben Liter Cola (ich wollte eigentlich ein kleines Glas…) nur 9 Euro gekostet haben. Piet unterhielt sich noch kurz mit dem Chef auf Italienisch-Englisch, lustig, lustig. Nachdem wir uns den Magen vollgeschlagen hatten, schwangen wir uns erneut aufs Kraftrad und legten bei herrlichem Sonnenschein die restlichen Kilometer zu unserer heutigen Unterkunft hin. Letzteres werde ich nicht näher beschreiben, doch die letzte kurze Fahrt führte uns auf einer schmalen Talstraße entlang eines kleinen Bachlaufs durch lauter kleine Bauerndörfer. Idyllisch an einem schönen Sommersonnentag, den Rest des Jahres sag ich nur: Fuchs und Hase…!

Am Spätnachmittag fuhren wir noch einmal kurz zu einer Tankstelle, Motorrad auffüllen und Kleinigkeiten zum Abend-Imbiss besorgen und kamen an einem Stausee vorbei. Piet fuhr noch einen Umweg zur Staumauer, auf der wir kurz Halt machten.

Nun sind wir zurück in der Unterkunft, dessen Eigenheiten nicht genannt werden wollen und ich sag nur: Fuchs und Hase – gute Nacht!

Ratibor – Michalska

 
Camera
VIE-L09
Focal Length
4.5mm
Aperture
f/2.2
Exposure
1/854.7008547008546s
ISO
50

sdr

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cof

cof

sdr